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Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer: Mit Eigentümern der Alten Schule reden





Mettlach
„Früher raus aus Mietvertrag“
Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer: Mit Eigentümern der Alten Schule reden

19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Bei seiner Amtseinführung blies Daniel Kiefer rund 500 Besuchern den Marsch. Foto: Rolf Ruppenthal

Foto: Rolf Ruppenthal
Seit Sonntag hat die Gemeinde Mettlach einen neuen Bürgermeister: Daniel Kiefer. Am Montag wurde er ins Amt eingeführt. Über seine Ziele und die Affäre um Kappelt sprach er mit SZ-Redakteurin Margit Stark.

Welche Aufgaben gehen Sie als erste an?

Daniel Kiefer: Es sind im laufenden Jahr viele Projekte angestoßen worden bei denen, natürlich zeitbedingt, anstehende Arbeiten weiter fortgeführt beziehungsweise forciert werden müssen. Die Infrastruktur am Cloef-Atrium mit Fertigstellung des Parkplatzes mit diversen Begleitmaßnahmen, aber auch beim Projekt Mettlach 2.0 (Stadtumbau West) stehen die nächsten Arbeitsschritte an, welche intensiver Begleitung bedürfen. Aber auch die Sanierung der Fußgängerbrücke in Saarhölzbach, die Versorgung der kleineren Ortschaften mit Lebensmitteln sind Dinge, die ich in den ersten Wochen meiner Amtszeit angehen werde.

Was sehen Sie als größte Herausforderung an?

Kiefer: Die größte Herausforderung ist wahrscheinlich der Umgang als Haushaltssicherungsgemeinde, den Einklang mit auszuführenden Projekten umzugehen. Wir sind gerade dabei, den Haushalt für das kommende Jahr aufzustellen, und dabei wurde natürlich auch schon deutlich, dass bei der „Wunschliste“ der verschiedenen Fachbereiche und der jeweiligen Ortschaften, die Investitionen aufs Minimum gekürzt werden müssen. Hierbei kommt es sicherlich auf Kreativität und Ideenreichtum an, um aus den bestehenden Möglichkeiten das Beste herauszunehmen. Dies ist für mich gelebte Praxis aus meinem bisherigen Berufsleben, die ich auch in der Gemeinde Mettlach gerne umsetzen werde.

Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger?

Kiefer: Jede Person ist – denke ich – anders, und so liegt es in der Natur der Sache, dass man auch Prioritäten anders lagert. Dies resultiert schon alleine aus den unterschiedlichen Ausbildungen. Mein Vorgänger kommt aus dem Bereich Stadtplanung, und so war er prädestiniert für die Begleitung von Projekten wie dem Stadtumbau West und dem Baumwipfelpfad, welche ohne sein Fachwissen vielleicht nicht auf den Weg gebracht worden wären. Ich hingegen habe Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing studiert und zuletzt als Expansionsleiter im Einzelhandel gearbeitet. Hier liegt mir deshalb die Vermarktung unserer Gemeinde als Wohn-, Arbeits- und Tourismusgemeinde sehr am Herzen unter Einbeziehung aller Ortschaften. Des Weiteren bin ich sehr im Vereinsleben aktiv und möchte so die Charakteristik unserer Dörfer durch ein funktionierendes Vereinsleben stärken und erhalten. Wichtig hierbei ist auch die Kommunikation mit den Bürgern, Unternehmen und Organisationen, damit deren Ideen und Belange in der Gesamtentwicklung berücksichtigt werden.

Welche Schritte werden Sie nach der Immobilien-Affäre „Auf Kappelt“ unternehmen?

Kiefer: Nachdem die Zahlen der Flüchtlinge enorm zurückgegangen sind, möchte ich mit den Eigentümern des ehemaligen Restaurant-Hotels Gespräche aufnehmen, um früher aus dem Mietvertrag herauszukommen. Das habe ich schon im Wahlkampf gesagt. Allerdings will ich warten, bis die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sind. Wann das ist, weiß ich nicht. Es gibt Gerüchte, dass die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss stehen, doch an solchen Spekulationen beteilige ich mich nicht.



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Carsten Wiemann geht zunächst einmal auf Tauchstation: „Ich bitte, von weiteren Fragen und Interviews zunächst abzusehen, da ich eine Beurteilung der Sachverhalte durch die Kommunalaufsicht abwarten möchte“, teilte der Mettlacher SPD-Bürgermeister am Ende seiner Erklärung mit, in der er am Dienstag die zeitweilige Beteiligung seiner Ehefrau an der Immobilienfirma Grüner Kreis Immobilien (GKI) einräumte. Die GKI steht im Zentrum der Affäre um die Anmietung der alten Schule „Auf Kappelt“ in Saarhölzbach durch die Gemeinde Mettlach. Dabei gäbe es Fragen genug zu der Verstrickung des Rathauschefs in die Vorgänge, wie allein der Blick in die Chronologie der Ereignisse deutlich macht. Die SZ fasst die wichtigsten Daten nochmals zusammen und zeigt auf, welche Ungereimtheiten und offenen Fragen auch nach der Erklärung des Rathauschefs bestehen bleiben.Mehr


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