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Video-Überwachung an Bahnhöfen finden fast 100 Prozent richtig





Merzig-Wadern
Kaum einer will keine Kameras
Video-Überwachung an Bahnhöfen finden fast 100 Prozent richtig

20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Es sind nicht nur die Terroranschläge, die öffentliche Sicherheit zum viel diskutierten Thema machen. Auch abseits der Ballungsräume fürchten sich Menschen vor Straftaten. Deshalb sagen sie Ja zur Video-Überwachung.

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon spielt mit dem Gedanken, mehr Video-Überwachung zu installieren.

Im Umfrage-Center der Saarbrücker Zeitung haben wir danach gefragt, was die Menschen im Land davon grundsätzlich halten, wo sie sich Überwachung wünschen, und wo sie diese eher ablehnen. 115 Leserinnen und Leser aus dem Landkreis haben sich beteiligt.

Das ergibt – wie üblich beim Umfrage-Center – kein repräsentatives Ergebnis. Aber das Stimmungsbild wird, insbesondere weil es einige klare Ergebnisse gibt, recht deutlich.

Bei den Fragen wurden Mehrfachnennungen zugelassen, prozentuale Anteile zusammengerechnet gibt es also mehr als 100 Prozent Antworten. Ablesen lässt sich, dass weitaus mehr Teilnehmer verstärkte Videoüberwachung im öffentlichen Raum befürworten: 99 (86 Prozent) weil die Aufklärungsquote steigen dürfte, 71 (62 %), weil sie abschreckende Wirkung erwarten, und 64 (56 %), weil sie glauben, dass sich die Bürger dann sicherer fühlen. Dagegen stimmen lediglich sechs (5 %), weil es mehr Kontrolle aller bedeutet, und drei (3 %), weil sie darin eine Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte sehen.

Wo überwacht werden soll, ist völlig unstrittig: An Bahnhöfen, sagen 113 Teilnehmer (98 Prozent). Es folgen Marktplätze mit 87 (76), Schulhöfe 53 (46), Eingänge öffentlicher Verwaltungen 50 (43) und stark befahrene Kreuzungen 40 (35). Unter Sonstigen werden Flughäfen, Sportstätten, Großveranstaltungen, Parkanlagen und Jugendtreffs genannt.

Deutliche Mehrheiten der Befragten sind aber gegen Video-Überwachung auf Friedhöfen, 89 (77 %), und in Krankenhäusern, 73 (67). Als Grund für die Ablehnung werden in beiden Fällen Verletzung von Gefühlen und Achtung der Privatsphäre genannt. Für andere Orte gibt es hier fast keine Nennungen.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich nur einmalig registrieren.

Die Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

sz-umfrage.de


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