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Handball: Schwindling beklagt zurückgehende Sponsorengelder – Verstärkung für den Rückraum im Probetraining





Merzig
HSV-Chef vermisst Unterstützung
Handball: Schwindling beklagt zurückgehende Sponsorengelder – Verstärkung für den Rückraum im Probetraining

02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Marcus Simowski

Der Kader ist dünn, die Konkurrenz stark, die Lage ernst: Drei Spieltage vor Ende der Hinrunde dümpelt der HSV Merzig-Hilbringen auf dem vorletzten Platz der Handball-Oberliga herum. Trainer Simowski kündigte seinen Abgang am Saisonende an. Vor dem Heimspiel gegen Abstiegskonkurrent HSG Kastellaun-Simmern am Samstag um 19.30 Uhr sprach SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt mit HSV-Clubchef Jens-Peter Schlingmann.

Herr Schlingmann, der HSV belegt nach zwölf von 30 Spielen einen Abstiegsplatz und braucht dringend Punkte. Das kommende Heimspiel ist also enorm wichtig – oder?

Jens-Peter Schlingmann: Klar, aber es ist kein Endspiel. Dafür ist die Saison noch zu lang. Unser Trainer Marcus Simowski beschreibt es immer so: Wir haben Kann- und Muss-Spiele. Ich denke das Heimspiel gegen Kastellaun ist Letzteres. In unserer prekären Lage müssen wir solche Begegnungen einfach gewinnen.

Apropos Trainer. Hat Sie die Ankündigung des Rücktritts zum Saisonende überrascht?

Schlingmann: Nein, nicht wirklich. Nach der langen Zeit als Bundesliga-Spieler und den anschließenden Trainerjahren ohne Pause, gab es bei Marcus Ermüdungserscheinungen. Das hat er mir gesagt. Und die misslichen Umstände in Merzig haben den Entschluss sicher verstärkt. Wir haben schon eine Liste mit potenziellen Nachfolgern erstellt, aber mit den Anrufen warten wir noch.

Missliche Umstände – das heißt doch, dass der kleine Kader nach vielen Verletzungen zu stark ausgedünnt und in der Oberliga kaum konkurrenzfähig ist. Der Trainingsbesuch stagniert, die verfügbaren Spieler kämpfen am Limit und gehen trotzdem meist leer aus. Das sorgt für Frust.

Schlingmann: Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie geben alles. Im vergangenen Spiel mussten neben den Langzeitverletzten Julius Rost und Lars Pfiffer auch der angeschlagene Kreisläufer Maurice Duchene sowie Christian Jung und Lukas Fischer aus beruflichen Gründen passen. Wir gehen davon aus, dass sie am Samstag spielen und wir wieder mit größerem Kader auflaufen.

Größer, aber vielleicht nicht schlagkräftig genug – wie viele Ergebnisse zeigen. Was macht die Suche nach Verstärkungen, die Sie angekündigt haben?

Schlingmann: Die läuft – und wir testen auch gerade einen Kandidaten. Es ist ein junger, aber schon sehr erfahrener Spieler aus Osteuropa. Den schauen wir uns für den linken Rückraum an. Es ist vielleicht kein Tomas Kraucevicius (wechselte vor der Saison vom HSV zum Liga-Rivalen VTZ Saarpfalz, Anm. d. Red.). Aber er besitzt Wurf-Qualitäten, die uns dort fehlen. Wenn er die starke Leistung im zweiten Training bestätigt und wir uns einigen, könnte er vielleicht schon im Dezember zum Wölfe-Rudel stoßen. Unsere finanziellen Mittel sind aber begrenzt. Dementsprechend müssen wir nehmen, was der Markt hergibt.

Sie beklagen diesbezüglich auch ein nachlassendes Engagement vieler Sponsoren. Auch das Interesse der Fans schwindet.

Schlingmann: Sinkende Zuschauerzahlen sind kein maßgeblicher Grund für die finanzielle Situation. Aber wir verzeichnen sinkende Einnahmen im Bereich der ersten Herrenmannschaft und des Sparkassen-Cups. Wir bemühen uns seit Jahren um neue Geldgeber, aber es fallen mehr weg als neue hinzukommen. Hier müssten sich Stadt und Region auch einmal fragen: Will man höher- und hochklassigen Handball überhaupt sehen? Wenn ja, sollten die Vereine unterstützt werden. Ansonsten läuft man Gefahr, dass Merzig irgendwann aus der Sportlandschaft verschwindet.

Ihr Verein will weiter Leistungshandball spielen, trotz aller Schwierigkeiten?

Schlingmann: Ja. Ziel ist es, unseren Traditionsverein in der Oberliga zu halten.

Und wie stehen die Chancen?

Schlingmann: Am Samstag gewinnen wir erst einmal das Kellerduell, dann sehen wir weiter. Der Kampf um den Klassenverbleib wird hart. Spieler und Trainer geben aber ihr Bestes, und das stimmt mich zuversichtlich: Wir bekommen das schon hin!



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