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Kreisversammlung des Bauernverbandes – Schwierige Lage für die Landwirtschaft





Merzig
Neuer Vorstand für die Bauern
Kreisversammlung des Bauernverbandes – Schwierige Lage für die Landwirtschaft

Von  Norbert Becker, 
29. November 2016, 02:00 Uhr

Peter Hoffmann aus Büschdorf bleibt Chef des 232 Mitglieder zählenden Bauernverbandes. In der gut besuchten Kreisversammlung im Merziger Hotel Roemer wurde er in seinem Amt bestätigt (wir berichteten). Im Vorstand und Landesdelegierte sind: Josef Fontaine aus Münchweiler (zweiter Vorsitzender) sowie mit Josefa Peters aus Wehingen erstmals eine Frau, Stefan Schmitt aus Weiten, Toni Franziskus aus Wochern, Toni Streit aus Mondorf und Hermann Bagade aus Eft-Hellendorf.

Landesbauernpräsident Klaus Fontaine beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Lage der Landwirtschaft. „In keinem der vergangenen 17 Jahre musste ich so klagen wie in diesem Jahr“, stellte der Mann fest, der im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt kandidieren will.

Er wies auf die miserable Ernte, den Preisverfall, die schlechte Getreidequalität und die geringere Kartoffelernte hin. Dies sei von den Medien aufgegriffen worden. Innerhalb der Bevölkerung gebe es ein hohes Bewusstsein für die Bauern, Mitleid und Mitgefühl. Weitere Themen waren die Einkommen, die Prämien und Zahlungen, Pachtgelder, benachteiligte Gebiete, globaler Handel, Ex- und Importe, Regionalvermarktung. „Wir müssen alle Gelegenheiten nutzen, dass ihre Existenz gesichert ist“, unterstrich Fontaine,.

Hauptgeschäftsführer Hans Lauer wies auf die im kommenden Jahr stattfindenden Sozialwahlen mit entsprechender Kandidatenliste der Bauern hin und bat, sich daran zu beteiligen. Weitere nützliche Informationen für die Landwirte trugen Referent Alexander Welsch vom Bauernverband und Meike Laux als Fachreferentin für Rinderzucht der Landwirtschaftskammer des Saarlandes bei.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die fünf Projekte, die der Kreisbauernverband dem Kreis zur Förderung vorschlägt: 1. Beseitigung von Altsilos auf der Gemarkung einschließlich Siloplanen und Reifen. Die Arbeit wie Verladen könne Landwirt erledigen, die Kosten der Entsorgung sollte der Kreis übernehmen. 2. Förderung von Verkaufsautomaten (Milchtankstelle und Eierautomaten). Dadurch ergebe sich die Möglichkeit, sich zeitunabhängig und personalextensiv mit regionalen Produkten zu versorgen. 3. Prämie für Weiderinder (ausschließlich für Kühe und Mutterkühe): Der erhöhte Aufwand für die Weidehaltung von Kühen und Rindern, die ein Indiz für die Natürlichkeit in der Landwirtschaft darstellt, sollte honoriert werden. 4. Förderung der Information in der Landwirtschaft durch das Aufstellen von Schildern. Die Beschilderung soll das Wissen der Bevölkerung über Nahrungsmittel, Natur usw. erweitern. Entlang der Wanderwege würden sie auch deren Attraktivität bereichern. 5. Förderung des Wissens in der Landwirtschaft durch Lernort Bauernhof. Zu solchen Maßnahmen, die auch als gesellschaftspolitische Herausforderungen zu sehen sind, sollten Betriebsbesichtigungen durch Kindergärten über Grundschulen, Hauptschulen bis zum Gymnasium gehören. Bei einer Mindestanzahl der Gruppen sollte es für den Aufwand des Landwirtes eine Entschädigung geben. nb



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