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Restaurant Zum Weissen Kreuz eröffnet





Merzig
Die ersten Tische sind bereits reserviert
Restaurant Zum Weissen Kreuz eröffnet

Von  Nina Drokur, 
01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Auf ein gutes Gelingen im Weissen Kreuz in Merzig stießen bei der Eröffnung Jamilla und Thomas Abel mit Bernd Thiel an. FOTOS: WERNER KREWER
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Jamilla Abel bietet den Gästen Köstlichkeiten an.

Bis spät am Abend wurde gearbeitet, um pünktlich zur Eröffnung fertig zu sein. Nun ist das neue Restaurant Zum Weissen Kreuz eröffnet (Die SZ berichtete bereits kurz). Koch Bernd Thiel und Bauherr Thomas Abel freuen sich auf die kommenden Herausforderungen.

Es ist kurz vor 15 Uhr. Die Stimmung ist sehr angespannt. Über 150 handschriftliche persönliche Einladungen hat Bernd Thiel zur Eröffnung des neuen Restaurants Zum Weissen Kreuz verschickt. Wie viele der Einladung folgen und wie das Weisse Kreuz 2.0 bei den Gästen ankommen wird, ist aber noch unklar. „Wir sind sehr aufgeregt“, sagt Thiel, während die letzten Vorbereitungen laufen. Punkt 15 Uhr treffen schüchtern die ersten Gäste ein. Dann geht es Schlag auf Schlag. Ein Blumenstrauß nach dem anderen, Glückwunschkarten und viele persönliche Gratulationen folgen. Bauherr Thomas Abel mit seiner Frau Jamilla und Koch Bernd Thiel begrüßen die Gäste und präsentieren die harte Arbeit der letzten Monate. Das Konzept kommt an, viele Merziger haben sich auf den Weg gemacht, um sich ein Bild von dem neuen Gesicht des schmucken Gasthauses zu machen, das einst eine Spelunke war. „Wie der Phoenix aus der Asche“, sagt Michael Laux begeistert: „Ich hätte nicht gedacht, dass man so viel aus dem Haus machen kann.“ Dieser Meinung schließt sich auch Bürgermeister Marcus Hoffeld an: „Wenn man früher durch die Trierer Straße gefahren ist, hat man nicht nach links oder rechts geschaut, weil man diesen Schandfleck nicht sehen wollte.“ Er sei sehr froh über das, was Thomas Abel und Bernd Thiel daraus gemacht hätten. „Das ist eine Aufwertung für die gesamte Stadt Merzig.“ Die beiden Unternehmer hatten ihm ihr Vorhaben im Vorfeld vorgestellt: „Normalerweise verschenken wir bei Restaurant-Eröffnungen Wanduhren. Das passt ja aber gar nicht in Ihr Konzept“, fand der Bürgermeister und überreichte eine Tischuhr.

Die Vision, die Abel und Thiel hatten, Alt und Modern zu verbinden, spiegelt sich in den Gasträumen wieder. Moderne dunkle Tische mit edlen Lederstühlen und Bänke mit kuscheligem Samt überzogen, laden zu einem gemütlichen Essen ein. Der 150 Jahre alte Boden des ehemaligen Möbelhauses Walter wird ergänzt durch historische Aufnahmen des alten Merzig in großen Fotocollagen, passgenau eingearbeitet in drei Wandnischen am hinteren Ende des Gastraumes. Zu sehen sind unter anderem die Blasius-Mühle um 1900 oder die Trierer Straße, in der sich das Gasthaus Zum Weissen Kreuz befindet, wie sie vor 100 Jahren aussah.

„Die Arbeiter haben bis gestern Abend um 22 Uhr mit Hochdruck an der Konstruktion gearbeitet“, verrät Thiel. Die gemütlichen Lampen an der hohen Decke und die Schränke in Used-Optik, die sich gegenüber der Theke an die Wände reihen, ergeben ebenfalls ein stimmiges Bild. Konträr dazu wirken die modisch gemusterten Kacheln an der Theke oder die moderne schwarze Mustertapete. Auch die feuerrote afrikanische Nadelkissenblume, die jeden Tisch schmückt, wirkt zeitgemäß und bringt Farbe in das ansonsten schwarz-weiß gehaltene Ambiente. „Das Gebäude spricht für sich“, sagt Gast Franjo Simic: „An jeder Ecke sieht man ein Stück der Vision der beiden. Es ist sehr individuell.“

Von der Baustelle, die vor Kurzem noch deutlich sichtbar war, ist im Innenbereich nichts mehr zu sehen. Lediglich am Außenbereich muss noch gearbeitet werden: „Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Thomas Abel. „Die Terrasse müssen wir noch fertig machen und der Keller dient vorerst auch nur als Weinlager. “ Aus dem Kasematten-ähnlichen Weinkeller soll später noch ein Raum für Weinproben oder geschlossene Gesellschaften werden. Außerdem soll der gelagerte Wein durch eine Lichtinstallation ins Szene gesetzt werden.

„Wir hatten schon Reservierungen für Dezember, insbesondere für die Weihnachtszeit, da mussten wir jetzt einfach eröffnen“, sagt Thiel und freut sich schon auf die Herausforderungen der kommenden Zeit. In seinem Restaurant solle man „den Stress vor der Tür lassen und beim Mittagessen Kraft und Muße tanken“. Das Gasthaus Zum Weissen Kreuz soll ein Ort sein, an dem man sich wohlfühlt, sagt er.Das junge Service-Team des Gasthauses Zum Weissen Kreuz hat alle Hände voll zu tun. Koch Marc Frohwek bereitet in der Küche die kleinen Häppchen vor, die zur Eröffnung serviert werden sollen: „Es gibt Lachstatar, Schweinefilet, Pasteten“, zählt Frohwek auf, während er schnell noch einmal die Erbsencremesuppe rührt, die er später in kleine Espressotassen füllt.

„Wir haben auch Quiche Lorraine und Eclairs, weil Jamilla Abel, die Frau des Bauherren Thomas Abel, aus Frankreich stammt.“ Liebevoll hergerichtet sind die Kanapees und schön anzusehen. „Ich weiß zwar nicht, was die roten Fäden sind, aber die Pastetchen mit den Shrimps sind sehr lecker“, sagt eine der Besucherinnen. „Rote-Beete-Sprossen“, löst Koch Frohwek das Rätsel um die außergewöhnliche essbare Dekoration später auf. Sie verleiht den Häppchen einen besonderen Glanz.

Auch in Zukunft soll das Essensangebot, nach den Worten von Koch Frohwek, im Weissen Kreuz besonders sein. „Ich habe mich in der Bevölkerung umgehört, zum Beispiel auf dem Viezfest“, erklärt Frohwek: „Die Merziger wollen es eher bodenständig.“ Deshalb stehe zukünftig Königinnenpastete, Schweinefilet oder Toast Weisses Kreuz auf der Speisekarte. „Aber nur von bester Qualität“, ergänzt er: „Wir bieten Original Wienerschnitzel an, also vom Kalb. Thomas Abel ist gelernter Fleischermeister. Wir werden gutes Fleisch direkt vom Hof besorgen.“

Außerdem hat sich das Team auf saisonale Zutaten geeinigt. „Im Winter gibt es keine Erdbeeren, deswegen servieren wir auch keine. Außerdem werden wir eher selten Fisch anbieten. Im Norden, wo ich herkomme, gibt es den sehr frisch. Hier ist ja aber leider kein Meer in der Nähe“, sagt der gebürtige Lübecker. Die Familie hat ihn vor Kurzem ins Saarland und zum Weissen Kreuz geführt. „Auf Anfrage können wir aber auch ausgefallenere Speisen anbieten, wie Hummer oder Austern“, ergänzt Bernd Thiel.

Außerdem soll es ein gesondertes Mittagsangebot geben. In der nächsten Woche will der Koch, der die vergangenen sechs Jahre Küchenchef im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin war, mit Cordon-Bleu beginnen. Das Mittagsmenü soll auf jeden Fall unter zehn Euro bleiben.

Das vierköpfige Team muss sich noch einspielen. „Wir arbeiten ja erst seit Kurzem zusammen“, sagt Frohwek. „Für Kritik sind wir offen. Wir möchten unseren Kunden geben, was sie wollen und mit ihnen zusammenarbeiten.“

Besonders stolz ist das Team auf die Weinkarte des Restaurants. „Auch beim Wein haben wir uns regional orientiert“, sagt Frohwek. „Wir waren auf der Weinmesse und haben dort persönlich mit den Winzern gesprochen. Unter anderem auch mit dem Winzer des Jahres“, sagt der Lübecker stolz. „Aber keiner soll gezwungen sein, teuren Wein zu trinken. Wir bieten Weine für unter 20 Euro die Flasche genauso an wie edlere Tropfen für über 50 Euro.“ Zu den Weinen, die das Team ins Menü aufgenommen hat, sind sie besonders stolz auf den Pfälzischen Rotwein vom Weingut Philipp Kuhn. „Er kann sich seit 17 Jahren im Deutschen Rotweinpreis-Finale behaupten“, schwärmt der junge Koch.



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