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Jessica Blum macht sozialen Friedensdienst in Kolumbien





Besseringen
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“
Jessica Blum macht sozialen Friedensdienst in Kolumbien

red,  24. Juli 2014, 00:00 Uhr
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Friedensdienst in Kolombien: Jessica Blum. Foto: Schneider/Bistum Foto: Schneider/Bistum
Jessica Blum aus Besseringen geht für ein Jahr nach Kolumbien. In Bogota, im Kinderdorf „Benposta“, will die junge Dame, die kürzlich ihr Abitur am GaS in Merzig machte, für ein Jahr freiwillig mitarbeiten.
Jessica Blum aus Besseringen ist gerne mit Freunden unterwegs, auch mal weiter weg. Vor ein paar Jahren war sie für zehn Monate in Kanada, hat dort Freunde gefunden. Eine Freundin ist derzeit in Besseringen zu Besuch.

Der will sie ein wenig Europa zeigen. Die 18-Jährige hat im Augenblick Zeit. Vor ein paar Wochen hat sie ihr Abitur am Gymnasium am Stefansberg in Merzig gemacht, und jetzt erholt sie sich ein wenig von dem Prüfungsstress. Und danach geht es dann richtig los: Jessica Blum geht für ein Jahr nach Kolumbien. In Bogota, im Kinderdorf „Benposta“, will sie für ein Jahr freiwillig mitarbeiten. „Sozialer Friedensdienst im Ausland``“ heißt das ganz genau.

Die begeisterte Fußballerin und ehemalige Saarlandauswahl-Spielerin wollte nach ihrem Abitur neue Erfahrungen machen. „Ich will mal raus aus dem Leistungsdruck und eine Pause machen in der Abfolge Schule, Studium, Beruf“, sagt sie. Menschen in anderen Ländern und ihre Kultur kennen lernen. Das findet sie spannend. Diese Erfahrungen werde sie wohl später, dann eingebunden in Beruf und Familie, schwer machen können. „Also, wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt sie.

Eine Suche im Internet und Gespräche mit einer Freundin führen sie zu den „Sozialen Friedensdiensten im Ausland`` (SoFiA), die für das Bistum Trier solche Auslandsaufenthalte organisieren. „Die waren mir gleich sympathisch“, verrät sie. Sie stellte sich vor, wurde angenommen, machte die Vorbereitungsseminare und auch das interkulturelle Training mit, das alle absolvieren müssen. Eigentlich wollte sie nach Afrika oder Osteuropa. Es ist dann Kolumbien geworden. Dort wird sie mit Kindern arbeiten, was sie auch jetzt schon gerne macht. „Wenn ich merke, dass mir das liegt, dann kann ich mir vorstellen, etwas Entsprechendes zu studieren“, sagt sie mit Blick auf die Zeit nach Kolumbien. Aber vorher gilt es noch, Spanisch zu lernen. Das wird sie brauchen, wenn sie in dem Dorf Kindern aus Kriegsgebieten bei den Hausaufgaben helfen will. „Rund 100 junge Leute sind derzeit dort, um in einer sicheren Umgebung einen Schulabschluss machen zu können“, weiß Jessica.

Intensivkurs

Zum Start im Kinderdorf gibt es für die junge Frau aus Besseringen einen Intensivkurs in Spanisch. So kann sie ihre derzeitigen Sprachkenntnisse alltagstauglich machen. Auf ihren Aufenthalt in Kolumbien bereitet sie sich auch sonst gut vor, sie liest über das Land und hat auch jemanden aus Kolumbien kennen gelernt, der sogar die Leute aus Benposta kennt und darüber erzählen kann. Auch die notwendigen Impfungen hat sie soweit erledigt.

„Am 14. August geht es los“, verrät Jessica Blum, und dass sie sich jetzt so richtig auf ihr Abenteuer freuen kann. Vorher war da zu viel Stress mit dem Abitur. Bei aller Vorfreude bleibe aber auch ein „gemischtes Gefühl“. Schließlich gehe sie ja wirklich weit weg, weg von der Familie und von den Freunden. „Aber ich komme ja wieder“, sagt sie. Bis dahin freut sie sich auf das Kennenlernen der Kultur Kolumbiens und seiner Menschen.

„Genau deshalb ist das auch keine verlorene Zeit“, meint sie. Von den Erfahrungen könne sie sehr lange zehren, ist sie sicher.

Mehr Informationen zum Sozialen Friedensdienst im Ausland: www.sofia-trier.de oder Telefon (06 51) 9 93 79 63 01.



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