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VCD fordert Museumsbahn-Konzept





Losheim
VCD fordert Museumsbahn-Konzept
20. April 2017, 02:00 Uhr
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Der Verkehrsclub VCD Deutschland macht sich für den Erhalt der Losheimer Museumsbahn stark. Foto: MECL

Foto: MECL
Verkehrsclub Deutschland will stärkere Verzahnung von Museumsbahnen und touristischen Angeboten.

Angesichts der kurzfristig erfolgten Sperrung der Museumsbahnstrecke Losheim-Merzig fordert die Regionalgruppe Saarlouis des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) für das Saarland ein Museums- und Tourismusbahnkonzept. „Derzeit gibt es weder auf Landes- noch auf Kreisebene sowie in der Tourismuszentrale entsprechende nachhaltige Zukunftspläne“, kritisiert Erhard Pitzius aus Felsberg, Sprecher der VCD-Regionalgruppe. Auch die Ostertalbahn und die Pläne für eine Museumsbahn Stahl und Kohle im Rosseltal und Warndt sind nach Überzeugung des VCD-Vertreters in ein Konzept mit einzubinden. Wichtig sei auch die Einbeziehung des Nationalparks Saar-Hunsrück sowie in diesem Zusammenhang die Erhaltung der Bahnstrecke Türkismühle-Hermeskeil (Hochwaldbahn).

„Das Land Rheinland-Pfalz hat einen Haushaltsposten für Museums- und Touristenbahnen. Dieser umfasst für fünf Jahre insgesamt 23 Millionen Euro zur Verbesserung der Infrastruktur“, hält Pitzius fest. Und weiter: „In einem Tourismusbahnkonzept für das Saarland können Verbindungen zwischen den einzelnen Bahnstrecken und Zugangeboten der Museums- und Tourismusbahnen hergestellt werden.“ Dies bedeute, dass auch die vom Museumseisenbahn-Club Losheim (MECL) betriebene Strecke zwischen Losheim und Merzig, die Hochwaldbahn sowie die Ostertalbahn in dieses Konzept des kombinierten Bahn- und Radtourismus mit eingebunden werden sollen.

Wie das aussehen könnte, skizziert Pitzius wie folgt: „Der Radfahrer kann mit der Losheimer Museumsbahn zur Dellborner Mühle fahren, danach über den Primstalradweg von Büschfeld nach Nonnweiler. Dort kann sich der Radfahrer entscheiden: Fahre ich weiter Rad oder setze ich mich in die Hochwaldbahn und fahre zum Beispiel nach Türkismühle, um weiter mit dem Rad nach Schwarzerden zu fahren und dort in die Ostertalbahn einzusteigen?“ Dies ist nach seiner Überzeugung nur ein Beispiel, wie eine Symbiose Bahn/Rad eine Anreise ohne Auto möglich macht. Dazu müsse der touristische Bahnverkehr aufgewertet werden, findet Pitzius: „Wie in Rheinland-Pfalz muss das Saarland aus Regionalisierungsmitteln touristische Verkehre bestellen, die zusätzlich zu den Fahrtagen der Museumsbahnen auf der MECL, der Ostertalbahn und der Hochwaldbahn verkehren.“

VCD-Sprecher Pitzius weiß aber auch: „Allerdings müssen die Strecken dazu ertüchtigt werden, und/oder die Mitglieder der Museumseisenbahnen helfen beim Betrieb mit, zum Beispiel bei der Sicherung von Bahnübergängen.“ Mit bestellten Verkehren werden nach seiner Überzeugung „auch von den Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen Einnahmen generiert, die zum Erhalt der Infrastruktur verwendet werden“.

Idealerweise sollten die Tourismusbahnen und Museumsbahnen-Strecken technisch aufgewertet werden, findet der VCD-Mann. „Zum Beispiel sollten alle Bahnübergänge mit automatischen Anlagen gesichert sein. Dazu braucht es natürlich eine Grundinvestition in die Strecken.“

Vier Millionen Euro für die drei Bahnstrecken (Museumsbahn Losheim, Hochwaldbahn, Ostertalbahn) sind aus Sicht des Verkehrsclubs als Grundinvestition vorzusehen. Pitzius zeigt sich überzeugt: „Ein solches Bahnkonzept im Saarland hätte in Verbindung mit Rad- und Wanderwegen ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.“ Das Saarland als Tourismusland könne von solch einer Lösung profitieren. „Durch ein touristisches Konzept (Nationalpark, Naturpark Saar-Hunsrück) mit Einbindung der Tourismusbahnen können auch Zuschüsse aus der EU beantragt werden. Viele Bundesländer, etwa Thüringen, Sachsen, Hessen, Bayern, beweisen, dass ein touristischer Bahnverkehr von den Besuchern gut angenommen wird“, betont Pitzius abschließend.




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