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Entsorger ZKE kämpft in Dudweiler seit einem halben Jahr mit Diebstählen aus der blauen Tonne





Dudweiler/Saarbrücken
Textilklau im Morgengrauen
Entsorger ZKE kämpft in Dudweiler seit einem halben Jahr mit Diebstählen aus der blauen Tonne

Von SZ-Redakteurin Michèle Hartmann,  18. Oktober 2013, 00:00 Uhr
Seit Ende April dient im Stadtbezirk Dudweiler die blaue Tonne nicht nur zum Einsammeln von Altpapier, sondern auch zur bequemen Entsorgung von gebrauchten Textilien und Schuhen. Allerdings gehen damit noch immer Probleme einher. Eine Zwischenbilanz.


 
Die blaue Kombi-Tonne für Altpapier und Textilien hat sich offenbar bewährt. Bei den bisher erfolgten Leerungen im Stadtbezirk Dudweiler wurden Mengen zwischen 2,6 und 6 Tonnen (t) an Kleidung und Schuhen eingesammelt. Dies entspricht im Schnitt 4,1 Tonnen gesammelten Alttextilien pro Leerung, wie der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) erklärt. In Dudweiler stehen rund 7300 blaue Tonnen, die für die Altkleidersammlung genutzt werden können. Die Sammelmenge in den einzelnen Bezirken in Saarbrücken schwankt zwischen 0,5 t und 6 t. Dies ist jedoch nicht ausschließlich auf den Sammelwillen der Bevölkerung dort, sondern insbesondere auf die unterschiedlich großen Gebiete und die davon abhängige Anzahl von Gefäßen zurückzuführen. In ganz Saarbrücken stehen 41 000 blaue Gefäße, die nach Anschluss des gesamten Stadtgebietes auch als Kombi-Tonne genutzt werden können. Erst danach kann endgültig Bilanz gezogen werden.

Kontrollen in Eigenregie

Schwierigkeiten sieht der ZKE allerdings in der „Beraubung“ der Gefäße. Die Sammelquote könnte nach Ansicht des Entsorgers höher ausfallen, wenn die Gefäße nicht immer wieder in den frühen Morgenstunden illegal geleert würden. Insbesondere in Scheidt und Dudweiler sind solche Fälle von Diebstahl auffällig geworden. „Ein solches für die Bürgerinnen und Bürger kostenloses Entsorgungssystem wie die Kombi-Tonne rechnet sich auf Dauer nur, wenn private Sammler, denen es nur um den eigenen Profit geht, die Wertstoffe nicht den Sammelsystemen entnehmen können“, sagt ZKE-Sprecherin Judith Pirrot. Aus diesem Grund hat der ZKE frühzeitig, nachdem er Kenntnis von solchen Aktivitäten erhalten hat und bevor größerer Schaden entsteht, die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Pirrot: „Es wurden bereits mehrere Diebstähle bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Zusätzlich führt der ZKE in Eigenregie Kontrollen durch und schaltet bei Auffälligkeiten direkt die Polizei ein.“

Die Einführung der Kombi-Tonne startete mit Güdingen und Altenkessel Ende 2012. Mit dem jetzt neu hinzugekommenen Gebiet Malstatt können die Saarbrücker mittlerweile in 18 Sammelbezirken ihre blaue Tonne doppelt nutzen. Bis Ende 2013 soll das gesamte Stadtgebiet angeschlossen sein.

Seit Einführung des Müllverwiegens ist der ZKE bestrebt, die Trennung von Wertstoffen und somit die Verminderung des Restabfalls bequem zu gestalten. Wie nach Einführung der Orange-Wertstofftonne spart man sich nun auch mit der Kombi-Tonne Wege zu Containern oder Wertstoffzentren. Das Angebot ist kostenlos und freiwillig. Praktisch ist auch, dass man keine zusätzliche Tonne benötigt, sondern die blaue Tonne benutzt.

Kostenlos und freiwillig

Überdies ist laut ZKE garantiert, dass die Erlöse, die aus der Sammlung erzielt werden, allen Saarbrückern zugute kommen. Neben Kleidung und Schuhen werden Bettwäsche, Decken, Mützen, Hüte und Strickwaren mitgenommen.

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