Sie sind hier: HomeSaarlandLokalimportSBSaarbrücken aktuell

Schmutzige Geschäfte mit alten Kleidern





Schmutzige Geschäfte mit alten Kleidern
03. April 2013, 00:14 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. sb-1364898139_2container-s_0735

Solche illegalen Container müssen weg. Foto: Landeshauptstadt

Saarbrücken. Die Landeshauptstadt Saarbrücken weist auf illegal aufgestellte Altkleidercontainer hin und warnt vor deren Benutzung. Die Container würden den Eindruck von wohltätigen Sammlungen erwecken, tatsächlich aber würden sich hinter den Aufstellern meist dubiose Unternehmen oder Briefkastenfirmen verbergen, welche die eingesammelten Textilien zu Geld und Profit machten


 
Saarbrücken. Die Landeshauptstadt Saarbrücken weist auf illegal aufgestellte Altkleidercontainer hin und warnt vor deren Benutzung. Die Container würden den Eindruck von wohltätigen Sammlungen erwecken, tatsächlich aber würden sich hinter den Aufstellern meist dubiose Unternehmen oder Briefkastenfirmen verbergen, welche die eingesammelten Textilien zu Geld und Profit machten. Mit Wohltätigkeit und karitativen Zwecken hätten diese Container nichts zu tun, heißt es.

Legale und seriöse Sammler hätten auf ihren Containern in der Regel ihren Namen, ihre Anschrift und Telefonnummer vermerkt. Illegale Sammler beließen es meist nur bei einer Handynummer. Der Handel mit alten Textilien sei lukrativ: Eine Tonne Altkleider erziele auf den entsprechenden Märkten etwa 400 Euro. Für eine Tonne Schuhe gebe es bis zu 1200 Euro.

Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) der Landeshauptstadt macht seit Dezember des vergangenen Jahres Pilotversuche in Altenkessel und Güdingen. Dort wird die blaue Papiertonne alle acht Wochen auch als Sammeltonne für Altkleider verwendet (wir berichteten). Diese Praxis soll nun nach und nach auf weitere Stadtteile ausgedehnt werden. Wegen ihrer doppelten Nutzung bezeichnet der ZKE die Tonne als Kombi-Tonne. Ziel ist es, den Bürgern eine bequeme und kostenfreie Abfuhr alter Textilien zu bieten und dadurch gleichzeitig die Abfallgebühren stabil zu halten.

Die unzulässig aufgestellten Sammelcontainer verschandeln der Stadt zufolge zudem die Straßen und behindern den Verkehr: Container standen auf Gehwegen und unmittelbar vor Bushaltestellen, so dass Fußgänger gezwungen waren, auf die Straße auszuweichen. Teilweise wurden Container auch auf privatem Gelände, wie etwa in Vorgärten von Wohnhäusern, abgestellt. Die Landeshauptstadt Saarbrücken weist darauf hin, dass sich betroffene Bürger in diesen Fällen an das Ordnungsamt wenden können. Das Amt gehe gegen das illegale Aufstellen vor und setze den Aufstellern kurze Fristen zur Beseitigung der Container. Kommen die Betreiber dieser Aufforderung nicht nach, dann drohen ihnen ein Zwangsgeld in Höhe von mehreren tausend Euro und die Einziehung des Containers.

Die illegalen Altkleidercontainer werden meist auf städtischen Flächen aufgestellt. Jegliche Nutzung dieser Flächen ist aber erst nach Genehmigung und Zuteilung einer kostenpflichtigen Sondernutzungserlaubnis erlaubt.

Doch die Betreiber der illegalen Container haben keine entsprechenden Anträge eingereicht. Zumal die Stadtverwaltung Anträge zur Sammlung von Altkleidern, Schuhen und Textilien durch kommerzielle Sammler im öffentlichen Raum nach eigener Aussage ablehnt. Im vergangenen halben Jahr hat sich die Zahl der unzulässig aufgestellten Altkleidercontainer im Saarbrücker Stadtgebiet vervielfacht. Das Ordnungsamt hat inzwischen über 50 Container gezählt. Das Problem ist mittlerweile auch bundesweit bekannt. red

Wer einen illegal aufgestellten Container entdeckt, kann dies dem Ordnungsamt der Stadt Saarbrücken melden unter Tel. (06 81) 9 05 35 84.



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



LESE-EMPFEHLUNGEN
Saarbrücken

Selbst kranke Kater dürfen hoffen

Sie wurden ausgesetzt, schweren Herzens weggegeben oder waren nach dem Tode der Besitzer unversorgt. So beginnen seit August 1998 die Folgen einer SZ-Serie, die viele Leben verändert hat. Menschen fanden im Bertha-Bruch-Heim einen neuen Gefährten, nachdem sie eine „Wer will mich?“-Folge gelesen hatten. Sie beantworteten die Frage: „Darf ich hoffen?“ mit einem klaren Ja. Hunde, Katzen und Kleintiere, die scheinbar keine Chance auf eine Vermittlung hatten, fanden ein neues Glück.Mehr

„Eine Startgemeinschaft Saar ist reizvoll“

Saarbrücken. Werner Zimmer ist seit 14 Jahren Präsident des Saarländischen Leichtathletik Bundes (SLB). Der 77-jährige frühere Moderator der ARD-Sportschau sprach mit SZ-Mitarbeiter Sebastian Zenner unter anderem über die Konkurrenzsituation der Sportarten.Mehr
Saarbrücken

Von der schwierigen Definition eines Talents

Viele Leistungsträger der saarländischen Leichtathletik-Szene sind mittlerweile nicht mehr aktiv. Doch der Saarländische Leichtathletik-Bund darf sich freuen: Gerade im Nachwuchsbereich geht der Trend in jüngster Zeit deutlich nach oben.Mehr


Anzeige

Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige