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Wie für die Perspectives ein ganz neuer Saal am Römerkastell erschlossen wird



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Saarbrücken
Vom Palettenlager zum Theater
Wie für die Perspectives ein ganz neuer Saal am Römerkastell erschlossen wird

Von SZ-MitarbeiterinKerstin Krämer,  17. Mai 2013, 00:00 Uhr
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Eine knappe Woche hatten die Techniker, um aus dem Eventraum ein funktionierendes Theater zu machen. Fotos: Oliver Dietze
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Vor dem Umbau: So sah die Halle aus, bevor das Perspectives-Team anrückte.
Wer am Samstag Karten für das Stück „Testament“ hat, wird einen ganz neuen Theaterraum entdecken können. Extra für die Perspectives wurde aus einem Palettenlager und Eventraum für türkische Hochzeiten ein professionelles Theater gebaut.



Bei Perspectives steht dieses Jahr neben dem Festivalclub in der alten Becolinfabrik noch eine weitere neue Veranstaltungshalle am Römerkastell zur Verfügung: Das Palettenlager der Firma K&K neben dem Silo am Osthafen, direkt gegenüber dem Großmarkt. Die Industriehalle wird auch als Eventhalle für türkische Hochzeiten vermietet, wovon derzeit noch ein paar putzige Kronleuchter zeugen, die jedoch am Samstag nicht mehr zu sehen sein werden: Dann wird die Osthalle mit der Produktion „Testament“ eingeweiht.

Mit einer Fläche von etwa 700 Quadratmetern biete das Lager ideale Voraussetzungen: Es finden rund 300 Zuschauer Platz, und die Bühne hat eine nutzbare Höhe von über acht Metern, „ein kompaktes, schönes Theater“, meint Markus Knecht, technischer Leiter des Festivals. Derlei optimal geeignete Spielstätten gebe es in Saarbrücken kaum, betont er.

Wie aber entdeckt man solch ein Kleinod? Knecht lacht: „Indem man beim Autofahren immer die Augen offen hält.“ Wer so eine Halle zum Theater umbauen möchte, hat freilich einen Vorlauf von einem halben Jahr: Es muss erst einmal geprüft werden, welche Produktionen überhaupt hineinpassen und was technisch erforderlich und machbar ist. Die Arbeit vor Ort beginnt wesentlich später: Erst seit Sonntag, seit sechs Tagen also, sind Knecht und sein Team – ein Trupp von rund zehn Tribünenarbeitern, Veranstaltungstechnikern und Elektrikern – am Werken. Wenig Zeit dafür, dass es den Stromanschluss neu einzurichten und eine Zuschauertribüne nebst kompletter Licht- und Beschallungsanlage zu installieren galt. Einige der schwarzen Vorhänge, um die Bühne abzugrenzen, hängen auch schon. Aber bis Samstag müssen noch ein Theaterboden ausgelegt, die Notbeleuchtung installiert und Piktogramme für die Fluchtwege angebracht werden. Eine Theke soll es auch geben, damit das Publikum zumindest beim Einlass ein Sektchen heben kann.

Heute reisen bereits die ersten Künstler an, um sich in der Halle einzugewöhnen. Für sie wurde auf dem angrenzenden Gelände eigens ein Containerdorf mit Garderoben und Warmwasseranschluss errichtet.

Und um alles fürs Festival fein zu machen, muss innen wie außen noch tüchtig gefegt, aufgeräumt und dekoriert werden. Wo der Haupteingang eingerichtet wird, ist derzeit noch unklar – Parkmöglichkeiten sind jedenfalls direkt neben der Halle verfügbar.

Zum Thema:

Auf einen BlickDas Festivalteam kündigt fürs erste lange Wochenende der Perspectives ein paar Höhepunkte an: So spielt am Samstag, 21 Uhr, und Sonntag, 19 Uhr, die Gruppe She She Pop in der Osthalle am Römerkastell ihr hoch gelobtes Stück „Testament“. Für die ganze Familie eignet sich „Les Pépones“, Trapezkunst auf dem Tbilisser Platz (17. bis 19. Mai). Hier gibt es auch stark verbilligte Karten für Kinder. Auch für die besondere Inszenierung der „Zauberflöte“ mit Puppen und Miniorchester (18. und 19. Mai, 18 Uhr) können sich noch Zuschauer melden. Gespielt wird im Le Carreau in Forbach, ein kostenloser Shuttlebus fährt ab der Saarbrücker Schlossmauer. Und nicht vergessen: Am Samstag und Sonntag gibt es Straßentheater und Musik in der Stadt und im Park des Kultusministeriums, und am Montag wird im Deutsch-Französischen Garten gepicknickt – das Wetter soll ja sogar besser werden. bre Info im Internet unter www.festival-perspectives.de und unter Tel. (06 81) 95 80 93 35.
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