EM 2016 - SZ Aktion: Täglich 50 Euro gewinnen - und 3 x Samsung Galaxy Tab Sie sind hier: HomeSaarlandLokalimportSBSaarbrücken aktuell

Sandra Steinbach verteidigt ihre Rolle im Saarbrücker „Tatort“



Anzeige


Saarbrücken
Die Sache mit der Staatsanwältin
Sandra Steinbach verteidigt ihre Rolle im Saarbrücker „Tatort“

Von SZ-RedakteurMartin Rolshausen,  18. Mai 2013, 00:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Sandra Steinbach als Saarbrücker Staatsanwältin Nicole Dubois. Fotos: SR/Manuela Meyer
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Untergebenen der Staatsanwältin: Jens Stellbrink (Devid Striesow) und seine Kollegin Lisa Marx (Elisabeth Brück).
„Jeder von uns kennt diese bekloppten Vorgesetzten“, sagt Sandra Steinbach. Dass sie im SR-„Tatort“ so eine Vorgesetzte spielt, bringe vor allem in Kollegenkreisen viel Lob, aber auch Publikums-Kritik, die nervt.
 
Die Welt ist kein Hort der Gerechtigkeit, das weiß Sandra Steinbach nicht erst, seit sie sich auf ihre Rolle als Staatsanwältin im Saarbrücker „Tatort“ vorbereitet hat. Die Kritik und den Ärger, die ihr diese Rolle eingebracht hat, findet sie allerdings besonders ungerecht. Was vor allem daran liege, dass viele derer, die – vor allem im Internet – ihrem Unmut Luft machen, die Staatsanwältin Nicole Dubois mit der Frau verwechseln, die sie spielt.

Zweimal hatte Sandra Steinbach bisher ihren Auftritt im neuen „Tatort“-Team des Saarländischen Rundfunks an der Seite der Fernsehkommissare Devid Striesow und Elisabeth Brück. Der dritte Fall ist gerade abgedreht. Er soll im Januar 2014 in der ARD ausgestrahlt werden.

Klar, sagt Sandra Steinbach, diese Staatsanwältin „kommt, macht ein Riesenfass auf und ist völlig inkompetent“. „Sie wird nicht fertig damit, ihre Wichtigkeit zu betonen“ – und das nerve natürlich nicht nur den Kommissar, den die meisten Zuschauer sehr sympathisch finden, sondern eben auch viele Zuschauer selbst.

Aber eben diese Überzeichnung sei gewollt. „Ich kann spielen, ich kann meinen Job“, sagt die 37-Jährige. Und deshalb gelinge es ihr auch, diese Figur, „die die Essenz all dessen“ sei, „was uns aufregt in diesem System“, so überzeugend zu spielen.

„Jeder von uns kennt diese bekloppten Vorgesetzten“, da ist Sandra Steinbach sich sicher. Diese Staatsanwältin sei eine „Projektionsfläche für das, was uns anstinkt im Leben“. „Sie ist blond, sieht gut aus und muss sich beweisen – und abends geht sie womöglich ins Bett und heult“, beschreibt Sandra Steinbach Nicole Dubois. Sie ist blond und sehe gut aus, das sei es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten zwischen ihr und der Rolle, betont die Schauspielerin.

Auch wenn Nicole Dubois im Gegensatz zu Striesows Kommissar Jens Stellbrink nicht unbedingt eine Sympathieträgerin sei, sagt Steinbach: „Ich liebe diese Figur, auch wenn sie mich selber hin und wieder nervt.“ Sie traue Regisseur Hannu Salonen, in dessen Ermessen es liege, wie weit die Figur überzeichnet wird, aber „nach wie vor“. Schließlich traue ihr der Regisseur ja einiges zu. Denn gerade bei solchen Rollen brauche man „Mut, um das als Schauspielerin durchzuziehen“.

Wobei sich die Rolle, das habe sich bei den Dreharbeiten zur dritten Folge klar abgezeichnet, verändere. Die Staatsanwältin „wird sicher noch in die Krise kommen und sich dadurch weiterentwickeln“, so viel verrät Sandra Steinbach schon. Und überhaupt: Kommissar Jens Stellbrink brauche diese Silke Dubois als Gegenpart. Von daher freue sie sich darauf, weiterzuspielen im Saarbrücker „Tatort“. Denn klar sei auch: „Dass ich von einigen Leuten mit der Rolle verwechselt werde, nervt, aber: lieber gehasst als ignoriert.“

Zum Thema:

Zur PersonSandra Steinbach ist am 13. August 1975 in Speyer geboren. Sie studierte am Theaterstudio Berlin von 1997 bis 2000 Schauspiel und schloss mit Diplom ab. Während des Studiums spielte sie bereits am Berliner Kriminal-Theater, in dessen Ensemble sie immer noch aktiv ist. Sandra Steinbach spielte in diversen Fernsehproduktionen (ZDF, ARD, RTL). olssandra-steinbach.de
Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER




Anzeige
Neu für Vereine SaarZeitung | Termin melden | Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige