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Püttlingen ohne Parkgebühren?

Zeit der Parkscheinautomaten scheint abgelaufen – Parkscheibe als Alternative


Von SZ-RedakteurMarco Reuther, 17.05.2013 00:00
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Unsere augenzwinkernde Fotomontage mit Detlev Kettenmann stammt aus dem Jahr 2004, als in Püttlingen die „Brötchentaste“ an Parkscheinautomaten eingeführt wurde. Nun sollen die Automaten ganz verschwinden, wenn es nach der „Lenkungsgruppe Aktives Zentrum“ geht. Foto: Becker & Bredel Foto: Becker & Bredel
Geht es nach der „Lenkungsgruppe Aktives Zentrum“, dann wird in Püttlingen bald komplett auf Parkgebühren verzichtet. Auch das Ordnungsamt der Stadt könnte damit gut leben, zumal die Bewirtschaftung der Automaten mehr kostet, als die Parkgebühren einbringen.
Wird ganz Püttlingen zur „Parkgebühren freien Zone“? Die Parkgebühr abzuschaffen und stattdessen das Parken über Parkscheiben zu regeln , – das ist jedenfalls der Kern der Empfehlung an Stadtrat und Bürgermeister, den die „Lenkungsgruppe Aktives Zentrum“ am Dienstagabend beschlossen hat.

Unter den 800 Parkplätzen im Püttlinger Stadtkern sind derzeit 250 gebührenpflichtig, schilderte der Püttlinger Zentrums-Manager Harald Klyk, der die Sitzung leitete.

Die bisherigen Dauerparkplätze sollten auch weiterhin ohne Parkzeitregelung erhalten bleiben, so die Vorstellung der Lenkungsgruppe. Bei bisher gebührenpflichtigen Parkplätzen soll mit der Scheibe eine Höchstdauer von einer Stunde in den Straßen (zum Beispiel Pickardstraße) und von zwei Stunden auf den Plätzen gelten. Die Lenkungsgruppe wünscht diese Regelung auch für Köllerbach.

Aus Sicht des Püttlinger Ordnungsamtes könnte man gut damit leben, falls der Vorschlag der Lenkungsgruppe umgesetzt wird, schildert Ordnungsamtsleiter Bernd Bläs. Das mache auch wirtschaftlich Sinn, da der Aufwand für die Bewirtschaftung der Parkscheinautomaten „deutlich höher“ als die Einnahmen sind, wie Bläs hinzufügt.

Im vergangenen Jahr wurden zum Beispiel 32 800 Euro an Parkgebühren erwirtschaftet, doch das reiche bei weitem nicht, um den Aufwand für Unterhaltung, Reparaturen, Abschreibung, Personal und Ersatzanschaffungen zu decken.

Bläs erinnert auch daran, dass die Situation noch eine andere war, als die Parkscheinautomaten 1991 eingeführt wurden: Damals gab es noch mehr und größere Geschäfte, mehr Kunden waren unterwegs, und so war der Druck größer, darauf zu achten, dass die Kurzpark-Zonen auch tatsächlich nur zum kurzen Parken genutzt werden. Und das lasse sich mit Parkscheinautomaten etwas besser als mit Parkscheiben überwachen, die man ja bekanntlich einfach weiterdrehen kann.

Für besonders wichtig hält die Lenkungsgruppe auch eine klar erkennbare Beschilderung der Parkplätze und entsprechende Hinweise an den Stadteinfahrten.

Ein weiteres Thema der Sitzung war erneut auch die Modernisierung und Neugestaltung des Marktplatzes und seiner Umgebung. Dazu legte der Leiter der Technischen Dienste, Rainer Stein, ein umfassendes Konzept zur Belebung des Marktplatzes, der Verbesserung der Infrastruktur und der Verkehrsführung vor. Die Lenkungsgruppe begrüßte die Pläne und bat darum, das Konzept an den zuständigen Ausschuss des Stadtrates weiterzuleiten.

In Sachen Verkehr machte man seitens der Lenkungsgruppe zudem noch folgende Beobachtung: „Inzwischen sind übrigens – sicher zur Freude vieler Autofahrer – die meisten Poller auf den Parkplätzen am Marktplatz entfernt worden.“

Zum Thema:

HintergrundParkscheinautomaten in Püttlingen: 1991 wurden in Püttlingen die Parkscheinautomaten insbesondere zur Kontrolle und zur Bewirtschaftung der Kurzparkzonen aufgestellt. 2004 wurde die „Brötchentaste“ an den Parkscheinautomaten eingeführt, damit automobile Kunden, die wirklich nur kurz halten, um zum Beispiel schnell ihre Frühstücksbrötchen zu kaufen, kostenlos parken können. Seither sind die ersten 20 Minuten frei, für alle weiteren angefangenen fünf Minute sind fünf Cent zu entrichten. mr
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