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Die SV Elversberg prüft Investitionen zur Weiterentwicklung des Geländes beim St. Ingberter Mühlwaldstadion





St Ingbert
Neues Interesse für die Tischtennishalle
Die SV Elversberg prüft Investitionen zur Weiterentwicklung des Geländes beim St. Ingberter Mühlwaldstadion

19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Ein Konzept für die Tischtennishalle (links) und das Mühlwaldstadion wird derzeit von der SV Elversberg auf Machbarkeit geprüft. Fotos: M. Schetting/S. Holzhauser

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Jetzt ist klar, warum der St. Ingberter Stadtrat kürzlich den Abbruch der ehemaligen Tischtennishalle per Beschluss um ein halbes Jahr aussetzte. Die SV Elversberg interessiert sich für die Halle und hat eine Machbarkeitsstudie zu ihrer Sanierung in Auftrag gegeben. Und mehr noch: Der Fußballverein prüft auch, ob eine Weiterentwicklung des angrenzenden Sportgeländes sinnvoll ist.

Monatelang war es das Thema Nummer eins in St. Ingbert. Die Frage, wie es mit der ehemaligen Tischtennishalle weitergeht. Ob das Gebäude an der Gustav-Clauss-Anlage abgerissen oder erhalten werden soll, wurde rauf und runter diskutiert. Doch schlagartig war es Mitte September still um die Sache, kein Wort fiel mehr zur Tischtennishalle. Eine Ahnung, warum das so ist, verschaffte Ende September eine Vorlage der Stadtverwaltung zur Gustav-Clauss-Anlage im Ortsrat St. Ingbert-Mitte. Dort teilte das Rathaus mit, dass in der Sitzung des Ausschusses für Baumanagement und Werksausschuss am 15. September die Aussetzung des Abbruchs der ehemaligen Tischtennishalle bis zum 31. März 2017 beschlossen worden sei. Es gebe einen potenziellen Investor, der Interesse an der Halle habe.

Dieser Investor, der mit der Stadt in Verhandlung stehe, werde auch dem Stadtrat seine Pläne vorstellen. Und so geschah es nichtöffentlich in der jüngsten Stadtratssitzung. Dabei fand nach Angaben der Stadtverwaltung das Ausschuss-Votum, den Abriss der Tischtennishalle ein halbes Jahr lang auszusetzen, ebenfalls eine Mehrheit. Stadtpressesprecher Peter Gaschott verwies, nach dieser Zeitpause befragt, nochmals auf einen Investor, der Interesse an der ehemaligen Tischtennishalle, aber auch an dem östlich angrenzenden Bereich bis zur Spieser Landstraße habe. Diesem Interessenten wollten Stadtverwaltung und Stadtrat jetzt Gelegenheit geben, seine Pläne reifen zu lassen, ohne dass zwischenzeitlich neue Tatsachen geschaffen würden, so Gaschott. Wer aber genau der mögliche Investor ist, wollte der Pressesprecher nicht verraten.

Verhandlungen laufen

Brauchte er auch nicht. Denn Eingeweihte ließen den gesuchten Namen längst hier und da fallen. Es geht um die SV 07 Elversberg. Und die Pressesprecherin des Fußballvereins aus der Nachbargemeinde bestätigte auf Nachfrage der SZ ein Interesse an der Tischtennishalle. Christina John, die Pressesprecherin der SVE, teilte schriftlich mit: „Es laufen Gespräche zwischen der SV Elversberg, der Stadt St. Ingbert und dem SV St. Ingbert über eine Intensivierung der bestehenden Kooperation.“ Hierbei werde eruiert, inwieweit eine Weiterentwicklung des Sportgeländes für alle Beteiligten sinnvoll sein könne. Der SV St. Ingbert ist im Übrigen in die Verhandlungen einbezogen, weil er Eigentümer des Mühlwaldstadion ist, das die SV Elversberg schon seit einiger Zeit nutzt und pflegt. Nach Johns Angaben laufe unter anderem eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung der ehemaligen Tischtennishalle. Ob die Sanierung der Halle für die SVE als Teil eines Gesamtkonzepts umsetzbar sei, werde sich erst in den nächsten Monaten und in enger Abstimmung mit den Beteiligten – sprich Stadt und Sportverein – zeigen.

Bei unserer Nachfrage beschrieb St. Ingberts Pressesprecher Peter Gaschott zudem den Erwartungshorizont, den die Stadt bei den aktuellen Investoren-Plänen über die Tischtennishalle hinaus sieht. Gesucht werde letztlich „ein intelligentes Konzept, das alle im Anschluss an die Gustav-Clauss-Anlage laufenden Projekte zusammenbringt“. Damit sind dann vermutlich auch die Pläne der Edeka gemeint. Diese stellt schon seit dem vergangenen Jahr Überlegungen an, ihren jetzigen Aktiv-Markt an der Spieser Landstraße durch einen größeren Neubau zu ersetzen.

Umzugspläne sind offen

Der Wunschplatz für diesen neuen Supermarkt liegt bekanntlich auf der anderen Straßenseite – genauer auf dem Gelände am Sportplatz Obermühle. Zu diesem Vorhaben sagte der Stadtpressesprecher, dass das Rathaus diese Umzugspläne weiter mit Interesse verfolge. Einen neuen Stand gebe es in dieser Sache allerdings derzeit nicht.


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