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Verkehrserziehung für Flüchtlingskinder an der St. Ingberter Südschule





St Ingbert
Richtiges Verhalten auf der Straße
Verkehrserziehung für Flüchtlingskinder an der St. Ingberter Südschule

Von  Cornelia Jung, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Mit Isabelle Juraschek übten die Schüler an einem Zebrastreifen vor ihrer Südschule, wie man diesen richtig überquert und Autofahrer auf sich aufmerksam macht. Foto: Cornelia Jung

Foto: Cornelia Jung
Jungen und Mädchen aus Syrien und Kurdistan, die die erste oder zweite Klasse der Südschule besuchen, hatten jetzt die Möglichkeit zu einem besonderen Lehrgang. Polizeioberkommissarin Isabelle Juraschek gab ihnen Tipps zum Verhalten im Straßenverkehr.

Neun Erst- und Zweitklässler der Südschule saßen am vergangenen Freitag in einem Halbkreis um ihre „Lehrerin“ herum und hörten aufmerksam zu. Soweit klingt das nach einem ganz normalen Unterricht, doch nur auf den ersten Blick. Denn die Lehrerin war Polizeioberkommissarin Isabelle Juraschek und ihre Schüler waren Kinder, die nicht in Deutschland geboren sind. Diese hatte die Polizistin zur Verkehrserziehung eingeladen.

Aufgrund der teilweise vorhandenen Sprachbarrieren hatte man sich an der Schule entschlossen, den jüngsten Verkehrsteilnehmern die Grundlagen des Verhaltens auf den Straßen außerhalb des Klassenverbandes nahe zu bringen. Isabelle Juraschek hatte eine Powerpoint-Präsentation mitgebracht, auf denen Szenarien, wie sie täglich auf unseren Straßen vorkommen, in Deutsch, Englisch, Französisch und vor allem Arabisch erklärt waren. Doch viel wichtiger als die Erklärung in den verschiedenen Sprachen waren die Bilder, da gerade die Flüchtlingskinder, die die ersten beiden Grundschulklassen besuchen, noch nicht oder noch nicht so flüssig lesen können. Es ging um die Erklärung von Ampeln, blinkenden Ampelmännchen, von gefährlichen Situationen, wenn Kinder zwischen parkenden Autos hindurchlaufen und die Straße überqueren wollen und darum, was man machen kann, um gerade in der dunklen Jahreszeit besser erkannt zu werden. Wie wichtig diese spezielle Unterrichtseinheit war, zeigte die Reaktion der Kinder auf die Frage von Isabelle Juraschek, wie viele denn zu Fuß zur Schule kommen. Da gingen einige Hände nach oben und auch jene, die sich nicht meldeten, profitierten von dem kleinen „Lehrgang“, denn es gab bei den Sieben- bis Elfjährigen schon Schüler, die mit dem Fahrrad den Schulweg bewältigen. „Wenn Bum, dann gut“, zeigte auch ein junger Mann in gebrochenem Deutsch, dass er sehr wohl verstand, warum man beim Roller- oder Fahrradfahren einen Helm trage soll. Auch, dass der Gehweg der beste Platz für Radfahrer bis elf Jahre ist, lernten sie. „Oder der Spielplatz“, kam es wie aus der Pistole geschossen. „Auf dem Spielplatz ist es am besten, da hast du Recht. Oder auf dem Fußballplatz. Auf jeden Fall solltet ihr von der Straße wegbleiben“, sagte Isabelle Juraschek angesichts der Gefahren, die dort lauern können. Und wenn man die Straße überqueren muss, ist das an einem Zebrastreifen am sichersten. Deshalb ging die Polizistin mit den Kindern, die aus Syrien und Kurdistan stammen, an einen Zebrastreifen, um ihnen das Verhalten im Straßenverkehr am praktischen Beispiel zu zeigen. Am Ende des Verkehrsunterrichts zog Isabelle Juraschek ein positives Fazit. Gerade mit den Bildern im Theorie-Teil und dem „Live-Test“ danach auf der Straße erreiche man auch Kinder, die nicht so gut Deutsch sprechen. „Die Aufmerksamkeit war groß, die Kinder haben sich rege beteiligt. Und draußen war die Begeisterung zu spüren, dass sie was lernen können“, sagte Juraschek, „es wäre schön, wenn man das an mehreren Schulen außerhalb des regulären Unterrichts anbieten könnte.“



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