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Hommage an Ballhaus und mehr





St Ingbert
Hommage an Ballhaus und mehr
red,  20. April 2017, 02:00 Uhr
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Szene aus „Die fabelhaften Baker Boys“ mit Beau Brigdes, Michelle Pfeiffer und Jeff Bridges (von links). Foto: Tobis

Foto: Tobis
Erstmals ist Kaurismäkis Film „Die andere Seite der Hoffnung“ in der Kino- werkstatt zu sehen, dazu kommt ein Programm zu Michael Ballhaus.

Aki Kaurismäkis Film „Die andere Seite der Hoffnung“ (Finnland, Deutschland 2017) mit Sherwan Haji (Khaled), Sakari Kuosmanen (Wikström), Ilkka Koivula und Janne Hyytiäinen über die Abenteuer eines Syrers in Finnland war Bären-Favorit der Berliner Filmfestspiele und wurde mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Er läuft nochmals in der Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, 21. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 23. April, um 20 Uhr in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. „Die andere Seite der Hoffnung“ ist eine staubtrockene und höchst unterhaltsame Komödie um Gnade und Erlösung, ein von Kaurismäki gewohnt wortkarges, aber umso nachhaltigeres Plädoyer für die Menschlichkeit. Khaled (Sherwan Haji), ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Wikström (Sakari Kuosmanen) ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und profiliert sich kurzfristig als Poker-Spieler. Von dem wenigen Geld, das er dabei gewinnt, kauft er ein herunter-gewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki.

Als die finnischen Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an. Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite...

Zum Tod von Michael Ballhaus zeigt die Kinowerkstatt am Samstag, 22. April, um 20 Uhr „Die fabelhaften Baker Boys“ (1989) von Regisseur Steve Kloves mit Jeff Bridges (Jack Baker), Michelle Pfeiffer (Susie Diamond) und Beau Bridges (Frank Baker). Michael Ballhaus war einer der berühmtesten Kameraleute der Welt. Der Erfinder des „Ballhaus-Kreisels“, der erst mit Fassbinder in Deutschland und dann in Hollywood Klassiker drehte, ließ die Kamera schweben. 25 Jahre lang arbeitete Ballhaus in den USA mit den wichtigsten Regisseuren zusammen – neben Nichols etwa mit Francis Ford Coppola, Robert Redford, Wolfgang Petersen und Robert De Niro. Allein sieben Filme, unter anderem „Good Fellas“ und „Gangs of New York“, entstanden aus der beispiellosen künstlerischen Beziehung mit US-Starregisseur Martin Scorsese.

Wie in „Die fabelhaften Baker Boys“ Michelle Pfeiffer im roten Glitzerkleid auf einem schwarzen Flügel liegt, während die Kamera sie in einem einzigen großen Bogen umfährt – das wurde als „Ballhaus-Kreisel“ zu seinem Markenzeichen. „Alles ist Licht, Klang und Atmosphäre in diesem Film. Mit ihren sanften Fahrten bringt die Kamera von Michael Ballhaus ins Bild, was dann in den Dialogen scharfe Umrisse annimmt“, schrieb Filmkritiker Michael Althen.

Die Baker Boys sind tatsächlich Brüder. Seit 31 Jahren spielen sie zusammen, seit 15 Jahren touren sie mit zwei Pianos durch die Hotels und Bars in und um Seattle. Dieselben Sprüche, dieselben Scherze und jedesmal ein gelangweiltes Publikum – falls außer dem Personal überhaupt jemand da ist. Weil die Geschäfte immer schlechter gehen, beschließen Frank und Jack, mit einer Sängerin ihre Nummern aufzuwerten. Nach 37 völlig indiskutablen Anwärterinnen kommt endlich die richtige – unpünktlich, fluchend, eigensinnig, aber mit guter Stimme und noch besserer Figur. Susie Diamond (Michelle Pfeiffer) bringt den Baker Boys Erfolg, die Säle füllen sich, die Angebote häufen sich...

www.kinowerkstatt.de




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