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Zwei Meister, kein Aufsteiger?





St Ingbert
Zwei Meister, kein Aufsteiger?
Von  Mirko Reuther, 
21. April 2017, 02:00 Uhr
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Der St. Ingberter Axel Jütte (am Ball) ist mit seinen 41 Jahren immer noch schnell auf den Beinen. Foto: stefan Bier/Verein

Foto: stefan Bier/Verein
Basketballer und Basketballerinnen des TV St. Ingbert werden wohl nicht in die Oberliga aufsteigen.

Die Basketballabteilung des TV St. Ingbert hatte in den vergangenen Wochen doppelten Grund zur Freude. Nachdem die Damen der Saints die Meisterschaft in der Landesliga Ende März mit einem 61:42 Sieg gegen die Schaffhausen Sixers unter Dach und Fach brachten, zogen die Herren dann Anfang April nach. Sie gewannen mit 85:59 beim TV Kleinblittersdorf und wurden Meister der Landesliga.

Trotz des Doppeltriumphs bleibt ein Wermutstropfen. Denn ob wenigstens eine der beiden Mannschaften den Aufstieg in die Oberliga wahrnehmen wird, ist ungewiss. „Eigentlich würden wir gerne aufsteigen. Die Oberliga hat einen hohen Stellenwert, weil nur eine Handvoll saarländischer Vereine dort spielt“, sagt Abteilungsleiter Stefan Bier. Aber: Der Aufstieg der Herren scheidet aufgrund der Altersstruktur der Mannschaft völlig aus. Bei den Damen gibt es noch Hoffnung. „Die Mädels haben sich toll entwickelt. Verdient hätten sie es“, weiß Bier. Doch er schränkt ein: „Wir benötigen einen Trainer.“ Denn Übungsleiter Jürgen Neymann hat die Saints zwar zur Meisterschaft geführt, doch würde er in der Oberliga nicht mehr zur Verfügung stehen. „Er ist beruflich eingespannt, kann nicht alle zwei Wochen mit der Mannschaft bis nach Speyer oder Mainz fahren“, erklärt Bier. Zudem sei das Team unterbesetzt. Die Spielerinnen Emma Schlawinski und Aline Bosche beginnen nach ihrem Abitur ein Studium außerhalb des Saarlandes. Leire Allmena wird wegen anhaltender Probleme mit dem Fuß eventuell gar kein Basketball mehr spielen. „Wir brauchen einen Stamm von zehn bis zwölf Spielerinnen. Sonst macht ein Aufstieg keinen Sinn“, meint Bier. Der Großteil der Mannschaft würde das Abenteuer Oberliga gerne angehen. „Im Pokal haben wir gegen Saarlouis-Roden gespielt. Die waren damals Fünfter in der Oberliga. Wir haben nur mit einem Punkt verloren. Warum sollten wir es nicht versuchen?“ fragt Spielerin Martina Flecken. Kampfgeist, individuelle Klasse und „eine ziemlich gute Defensive“ seien die Schlüssel zur Meisterschaft gewesen, sagt Flecken und meint: „In der Oberliga würden wir nicht oben mitspielen. Aber wir haben ein gutes Team, spielen schon länger zusammen. Wir könnten die Klasse halten.“

Um in der Oberliga zu bestehen, dafür hätten auch die Herren der Saints die spielerische Klasse. Das glaubt auf jeden Fall deren Spielertrainer Patrick Langner. Doch die Frage nach dem Aufstieg stellt sich hier nicht. „Unsere Spieler sind alle schon ein wenig älter. Für die steht der Spaß im Vordergrund. Mit den Kumpels Körbe werfen und danach ein Bier trinken“, erklärt Langner. Die meisten seiner Basketballer können nur ein Mal in der Woche trainieren. „Wenn sie zwei Mal kämen, steigt ihnen die Frau aufs Dach. Deshalb sind oft nur vier oder fünf Spieler im Training“, sagt Langner und muss schmunzeln. Er ergänzt: „Unsere Mannschaft besteht nicht aus Studenten, sondern vor allem aus berufstätigen Vätern. Und die könnten die Oberliga zeitlich kaum stemmen.“ Es habe den einen oder anderen seiner Spieler zwar die Vorstellung gereizt, noch einmal in der Oberliga anzutreten. „Aber dann fährst du zwei Stunden zum Spiel. Du hältst gut mit und verlierst in den letzten fünf Minuten, weil der Gegner die breitere Bank hat. Das kann schnell auf die Stimmung schlagen“, weiß Langner.

Stefan Bier sagt: „Wir können mit keiner Mannschaft blauäugig in die Oberliga marschieren und denken: Wird schon irgendwie gutgehen.“ Dass der TV St. Ingbert seine Mannschaften noch nicht adäquat mit Nachwuchsspielern ergänzen kann, liegt auch daran dass 2002 die alte Kreissporthalle Wallerfeld unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der Verein wartete damals vier Jahre auf einen Neubau. Die Jugendarbeit lag während dieser Zeit brach und wurde erst seit 2006 wieder intensiv betrieben. „Das sind die Jahre, denen wir heute hinterherlaufen“, sagt Bier. Die Doppelmeisterschaft der Saints hat er trotzdem genossen: „Das ist für den Verein eine ganz eine tolle Sache.“




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