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Letzte Ausstellung im Kunstforum der Baden-Badener Versicherung AG St. Ingbert





St Ingbert
Nach den „Passagen im Licht“ ist Schluss
Letzte Ausstellung im Kunstforum der Baden-Badener Versicherung AG St. Ingbert

Von  Brigitte Quack, 
20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Dieter Trost, Sigrid Deppe und Katharina Pieper (von links) im Kunstforum. Foto: Brigitte Quack

Foto: Brigitte Quack
Im Kunstforum der Baden-Badener Versicherung AG steht die letzte Ausstellung an. Es präsentieren sich gleich drei Künstler aus der Region: Katharina Pieper aus Homburg und Sigrid Deppe und Dieter Trost, aus St. Ingbert.

Es gibt viele Gründe, weshalb man sich die Ausstellung „Passagen im Licht“ im Kunstforum der Baden-Badener Versicherung AG ansehen sollte. Zum einen ist es die letzte überhaupt im Hause des St. Ingberter Versicherungsunternehmens. Zum andern aber warten dort mit den Werken der drei Ausstellenden wirkliche Highlights auf die Besucher. Dabei bilden die kalligrafischen Arbeiten von Katharina Pieper aus Homburg den Auftakt dieser tollen Gemeinschaftsausstellung bekannter Künstler aus unserer Region. Pieper, die „grande dame“ der Kalligrafie, eine der anerkanntesten Schriftkünstlerinnen überhaupt, zeigt in Teilen des Erdgeschosses und im ersten Stockwerk ihre komplexe Kunst. Sie kombiniert klassische Schriftkunst und Malerei zu Werken, die so einzigartig wie tiefgründig sind und dennoch voller Lebendigkeit sprühen. Auch Sigrid Deppe aus St. Ingbert stellt ihre Meisterschaft in der abstrakten lichthaften Malerei unter Beweis. Ihre Acrylgemälde wecken über Farbe und Horizontlinie Assoziationen an Landschaften im Nebel oder dunstreiche Gebirgslandschaften. Im Fokus aber steht das Licht, das in unzähligen zarten, transparenten Tönen ihre schwebenden Bildwelten durchleuchtet. Kontraste steigern diesen Eindruck noch und sorgen dafür, dass ihre Gemälde wie Passagen in innere Empfindungswelten anmuten.

Auch in den Werken des Künstlers und Kunsterziehers Dieter Trost geht es um Empfindungen. Der durch seine kalligrafisch detailreichen und exakt ausgearbeiteten Blätter bekannte St. Ingberter stellt hier mal wieder seine Vielseitigkeit und sein großes darstellerisches Können unter Beweis. Während die neuesten titelgebenden Werke „Passagen“ dem Thema Veränderung und Vergänglichkeit gewidmet sind, leben andere der ausgestellten Arbeiten von der Freude am freien, spielerischen Umgang mit Bildformen und -zeichen.

Bis 16. Dezember. Kunstforum Baden-Badener, Schlackenbergstr. 20, Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr.

Mit dem Kunstforum der Baden-Badener Versicherung AG schließt einer der wenigen Ausstellungsorte, die St. Ingbert in Zeiten des Museums-Vakuums noch vorzuweisen hat. Das ist ein großer Verlust für das Kulturleben unserer Mittelstadt, zumal das lichtdurchflutete Gebäude 1992 von Kunstliebhaber Dieter Leismann speziell und mit viel Sachverstand für diese Zwecke konzipiert wurde. Seither waren dort 102 Ausstellungen zu sehen. Doch wegen stark rückläufiger Besucherzahlen, so die Geschäftsleitung, beende man nun den Ausstellungsbetrieb.

Nach wie vor besteht mit der Eigentümerin der Immobilie, der Zürich Versicherung, ein ungekündigter Mietvertrag, erklärt Klaus Kihl, der 1994 in die Leismann-Gruppe eingetreten ist. Rückblickend weiß er um die gute Wirkung der mehrmals jährlich ausgewechselten Werke auf das angenehme Ambiente und das gute Arbeitsklima.

Sein persönliches Highlight in der Ausstellungsgeschichte, die seit April 2005 von dem Saarbrücker Galeristen Benjamin Knur (Galerie Neuheisel) gelenkt wird, war die Ausstellung mit graphischen Arbeiten von Friedensreich Hundertwasser im Sommer 1995.




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