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Förderverein für Kirchenmusik an Martin-Luther-Kirche und Christuskirche lädt am kommenden Sonntag zum Weihnachtskonzert ein





St Ingbert
Romantisches in der Vorweihnachtszeit
Förderverein für Kirchenmusik an Martin-Luther-Kirche und Christuskirche lädt am kommenden Sonntag zum Weihnachtskonzert ein

red,  01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
Der zweite Advent bringt allen Freunden klassischer Musik ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Denn beim Weihnachtskonzert des Fördervereins für Kirchenmusik an Martin-Luther-Kirche und Christuskirche stehen dann alte Werke voller weihnachtlicher Romantik im Mittelpunkt.

Am Sonntag, 4. Dezember, 17 Uhr, findet in der Martin-Luther-Kirche St. Ingbert das Weihnachtskonzert des Fördervereins für Kirchenmusik an Martin-Luther-Kirche und Christuskirche statt. Die Evangelische Kantorei St. Ingbert singt unter der Leitung von Carina Brunk das romantische Weihnachtsoratorium „Die Geburt Christi“ op. 90 von Heinrich von Herzogenberg.

Als Gesangssolisten konnten Anne Kathrin Fetik (Sopran), Judith Braun (Alt), Michael Hasselberg (Tenor) und Vinzenz Haab (Bass) gewonnen werden.

Das Harmonium spielt Christian von Blohn, an der Orgel ist Markus Schaubel zu hören. Ein Orchester aus Mitgliedern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern begleitet die Evangelische Kantorei, die durch einen Kinderchor, die Daarler Kurrende, verstärkt wird.

Ähnlich wie das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach baut „Die Geburt Christi“ des Brahms-Freundes Heinrich von Herzogenberg (1843-1900) im Wesentlichen auf dem Text des Lukas-Evangeliums auf und reichert diesen um Chor- und Soloteile sowie instrumentale Zwischenspiele an. Vier Gemeindechoräle können von den Zuhörern mitgesungen werden.

Die Straßburger Liturgiereform

Entstanden ist das Oratorium im Spätsommer 1894 auf Anregung des Straßburger Theologen Friedrich Spitta in Herzogenbergs Sommerresidenz im Schweizer Kurort Heiden. Friedrich Spitta, Bruder des bekannten Bach-Forschers Philipp Spitta, stellte auch den Text der Komposition zusammen. Er gilt als Begründer der so genannten „Straßburger Liturgiereform“. Das bis heute aktuelle Anliegen dieser ab etwa 1890 einsetzenden Reformbewegung war es, Kirchenmusik nicht als schmückendes Beiwerk im Gottesdienst, sondern als eigenständiges Mittel der Verkündigung aufzufassen. Wort und Musik sollen in Gottesdienst und Kirchenkonzert zu einer inhaltlich zusammenhängenden Einheit verschmelzen. Die Uraufführung fand am 16. Dezember 1894, in Straßburg, St. Thomas, der Wirkungsstätte von Spittas Akademischem Kirchenchor, statt. Herzogenberg dirigierte selbst, Friedrich Spitta übernahm die Tenor-Partie. Der Komponist erlebte dies als besonderen Höhepunkt: „Und wenn ich des Augenblicks gedenke, als meine Musik durch die Thomaskirche flutete vom Altar zur Orgel und zurück, geschwellt von dem unvergesslichen Unisono der Gemeinde, dann erlebte ich eine Stunde, deren sich kein noch so beliebter Konzertkomponist unserer Tage zu rühmen hätte.“

Eintritt: 15 (ermäßigt zwölf) Euro.



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