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Nach der Insolvenz der Druckerei verlagert sich der Kern der Arbeit in den St. Ingberter Stadtteil





Oberwürzbach
Conte Verlag jetzt in Oberwürzbach
Nach der Insolvenz der Druckerei verlagert sich der Kern der Arbeit in den St. Ingberter Stadtteil

Von SZ-RedakteurinYvonne Handschuher,  17. Mai 2013, 00:00 Uhr
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Der Verlagsleiter des Conte Verlages, Stefan Wirtz. Foto: Yvonne Handschuher Foto: Yvonne Handschuher
Bisher galt Saarbrücken als Heimat des Conte Verlags. Das hat sich jetzt aber geändert, nachdem die ursprüngliche Druckerei Insolvenz anmelden musste. Jetzt ist Oberwürzbach der Ort, in dem das Herz des Verlages schlägt. In einem Wohngebiet erledigt Leiter Stefan Wirtz die Denkarbeit.
An den Fenstern hängen Gardinen, der Vorgarten ist gepflegt: Ein ganz normales Wohnhaus, eingebettet in ein Wohngebiet im St. Ingberter Stadtteil Oberwürzbach. Lediglich ein kleines Schild und die Beschriftung am Klingelknopf weisen darauf hin, dass hier nun der bisher im Saarbrücker Stadtteil Rußhütte ansässige bekannte saarländische Conte Verlag zu finden ist. Unter dem Dach auf zirka 65 Quadratmetern lenkt Verlagsleiter Stefan Wirtz nach dem Tod seines Partners Roland Buhles nun alleine von hier aus die Geschicke des Verlages.

Die angesiedelte Druckerei – buchhalterisch waren beide Firmen immer sauber getrennt, beide waren aber für beide Firmen Gesellschafter – musste Insolvenz anmelden (wir berichteten). Hintergrund war, dass Roland Buhles zwei Jahre vor seinem Tod erkrankte und kaum mehr arbeiten konnte, worunter vor allem die Druckerei litt. Besagte Druckerei samt der Mitarbeiter wurde von der Druckerei Faber in Heckendalheim übernommen. Der Conte Verlag produziert seine Bücher nun dort. „Dadurch, dass die Faber Druckerei so nah ist, sind die Synergien fast genauso wie vorher“, berichtet Stefan Wirtz im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ursprünglich wurde auch überlegt, mit dem Verlag innerhalb Saarbrückens umzuziehen, doch das Elternhaus von Stefan Wirtz in Oberwürzbach bot sich für das fünfköpfige Team einfach an. „Wir wollen uns jetzt rein auf unsere Bücher und deren Inhalte konzentrieren und fühlen uns hier alle wohl“, berichtet der Oberwürzbacher Wirtz.

Da das Lager in der Dachgeschosswohnung nicht für alle Bücher ausreicht, wurde zusätzlich die alte Backstube der Bäckerei Olk in Oberwürzbach angemietet. „Größere Buchmengen“, so Wirtz, „lagern bei der gemeinsamen Verlagsauslieferung (GVA) Göttingen.“

Als kleiner Verlag am Markt zu bleiben, beschreibt Stefan Wirtz als schwer. Aber dem Conte Verlag geht es gut. Durch die Insolvenz der Druckerei oder den Umzug sind laut Wirtz keine finanziellen Einbußen entstanden. Seine Bedenken, in einem Wohngebiet in Oberwürzbach sei es für einen Verlag zu provinziell, hätten Geschäftspartner und Freunde beiseite gewischt.

In Händen hält der Verlagsleiter aktuell die Herbstvorschau. Diese Vorschau geht an 1500 Buchhändler in Deutschland.

Kaum ist eine Sache fertig, kümmert sich das Team um die nächste. 70 bis 80 Manuskripte werden jeden Monat gesichtet. „Unsere Assistentin trifft eine Vorauswahl“, erklärt der 43-jährige Wirtz. Veröffentlicht werden laut Verleger zirka zehn bis 15 Titel im Jahr.

Einer der schönsten Momente im Monat ist für Wirtz, wenn die neuen Manuskripte in der Lektorenrunde vorgestellt werden. In Moment gibt es beim Conte Verlag ungefähr 200 Buchtitel, zwei Drittel der Veröffentlichungen haben einen Bezug zur Großregion, sei es durch die Herkunft des Autors oder durch den Inhalt.

Auch E-Books bietet der Conte Verlag an. Doch Wirtz betont: „Ich lege Wert darauf, dass die Kunden nicht denken, durch die Erfindung des E-Books sei das Rad neu erfunden worden.“ Er sagt, dass es auf die Inhalte ankomme, nicht auf die Verpackung.

conte-verlag.de

Zum Thema:

Auf einen BlickEin aktuelles Werk des saarländischen Conte Verlages heißt „Zwangsgeranisierung“. Der Text stammt aus der Feder von Frank P. Meyer, genauer gesagt handelt es sich hierbei um 25 seiner Trierer Stadtschreiberkolumnen 2012. Im Verlagskatalog ist darüber zu lesen: „Mit offenen Augen, spitzer Zunge und Abenteuerlust erobert sich der Saarländer Meyer die älteste Stadt Deutschlands.“ Frisch, respektlos und gleichzeitig liebevoll wird hier auf eine Bischofs- und Universitätsstadt geblickt. Ein weiteres Werk, das Ende vergangenen Jahres erschienen ist, heißt „Wo König Riesling Hof hält“. Es stammt aus der Feder von Michael H. Schmitt und wird die Herzen aller Weinliebhaber höher schlagen lassen. Hier handelt es sich um einen bebilderten Wegbegleiter zu Weinlagen an der Saar. Der Autor stellt 44 Weingüter, ihre Winzer, die besten Lagen und die guten Tropfen vor. Ebenso vermittelt Schmitt in dem Buch detaillierte Informationen rund um den Weinbau und die Verkostung. Der Riesling der Saar erlebt eine neue Blüte. ywi

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