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Kinowerkstatt zeigt aktuellen Film mit dem französischen Star





St Ingbert
Juliette Binoche in tausend Facetten
Kinowerkstatt zeigt aktuellen Film mit dem französischen Star

bea,  24. Januar 2015, 00:00 Uhr
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Juliette Binoche als Maria im Film „Die Wolken von Sils Maria“, zu sehen in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Foto: NFP Foto: NFP
„Die Wolken von Sils Maria“ ist ein Film für echte Juliette-Binoche-Fans. Hier zeigt sich die Französin mal geschminkt, mal ungeschminkt, mal dreckig lachend, mal verloren. Der Film läuft in diesen Tagen in der St. Ingberter Kinowerkstatt.


 
An diesem Samstag um 20 Uhr zur besten Theaterzeit und am Montag um 20 Uhr ist in der Kinowerkstatt St. Ingbert weiterhin der Film „Die Wolken von Sils Maria“ (Frankreich / Schweiz / Deutschland 2014), zu sehen. Ins Engadin, in jenes Sils Maria, von dem schon Nietzsche wusste, dass seine lieblich-idyllische Anmutung trügerisch ist, ziehen sich Valentine (Kristen Stewart) und Maria (Juliette Binoche) für Theaterproben zurück, oder eigentlich: für eine Wiederaufführung. Der alternde Star ist fürs Remake eines Bühnenstücks engagiert worden, das ihr selbst vor Jahrzehnten zum Durchbruch verholfen hatte: „Maloja Snake“, ein offensichtlich recht spekulatives Eifersuchtsdrama. Nur soll sie nicht mehr, wie einst, die junge Verführerin spielen, sondern die ältere Verführte. Ihre damalige Rolle übernimmt testweise, während ausgiebiger Bergspaziergänge, die Assistentin. Wie Valentines erste Szene im Zug ist der ganze Film ein Balanceakt.

Olivier Assayas hat mit „Die Wolken von Sils Maria“ einen wunderbar schillernden Film gedreht, aus dem man gar nicht erwachen will, in die Wirklichkeit am allerwenigsten. Das liegt auch an Juliette Binoche. Juliette Binoche als Maria: immer grandios wahr, ob geschminkt oder ungeschminkt, ob mit schön dreckigem Lachen oder in bestürzend beiläufiger Augenblicksverlorenheit. Kristen Stewart, eben noch der Vampirfilm-„Biss“-Serienstar: eine coole, clevere Val, die weiß, wie man Reißleinen zieht und dann, zu lesen in winzigen Blickgewittern, plötzlich Schmerz spürt und aushält.

Im Familienkino erinnert die Kinowerkstatt an diesem Sonntag um 16 Uhr an den Eisbären Knut, der vor einigen Jahren im Berliner Zoo aufgewachsen ist und zum Liebling der Menschen und der Medien wurde. Es läuft der Film „Knut und seine Freunde“ (Deutschland 2008). Weiter läuft in der Kinowerkstatt am kommenden Montag um 18 Uhr der Spielfilm „Timbuktu“.

kinowerkstatt.de



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