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Heute starten die französischen Filmtage in der Kinowerkstatt





St Ingbert
St. Ingbert feiert Frankreichs Kinohelden
Heute starten die französischen Filmtage in der Kinowerkstatt

red,  29. Januar 2016, 02:00 Uhr
Seit 20 Jahren gehören die französischen Filmtage zum festen Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert. Die Filmtage beginnen am heutigen Freitag mit dem Film „Das Labyrinth der Wörter“, in dem Gerard Dépardieu die Hauptrolle spielt.
. Es ist dieses Jahr Jubiläum: 20 Jahre französische Filmtage in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Initiiert und von Anfang an organisiert von den Liebhabern des französischen Films, Heinrich Klein und Henry Schmitt und Wolfgang Kraus, dem Leiter der Kinowerkstatt, in Zusammenarbeit mit dem Institut d'Études françaises.

Die Schirmherrschaft hat der Generalkonsul der französischen Republik im Saarland übernommen, der wie jedes Jahr zur Eröffnung zum „Vin d'honneur“ einlädt. Thema ist dieses Jahr „Kommunikation“ – fehlende verbotene, verhinderte und vermittelnde. Denn Alejandro G. Innaritu brachte es auf den Punkt, indem er konstatierte: „Was den Film ausmacht, ist die Kommunikation!“ Gerade im grenznahen Raum ist es wichtig, die Kommunikationsbarriere zwischen Nachbarn durch die Vermittlung der Sprache zu überwinden. Dafür stehen die französischen Filmtage von Anfang an: Französische Kultur und Sprache in unseren Kulturkreises zu transportieren.

Und wer steht wohl eindeutiger in der französischen Filmgeschichte für dieses Anliegen als Regisseure wie Jean-Luc Godard oder François Truffaut, jeder mit einem Film vertreten. Godard ging es in seiner langen Filmkarriere immer um Kommunikation und Sprache (im Film). Er war es, der die Abkürzung der inzwischen neuen digitalen Kommunikationsform „SMS“ als „SaveMySoul“ deutet. In einem zukünftigen totalitären Staat wird die Kommunikation gleichgeschaltet, Bücher werden verboten, so in „Fahrenheit 451“ von Truffaut, in dem das Fernsehen alles bestimmt.

Rettung der Menschlichkeit

In der utopischen Stadt „Alphaville“ (Godard) sind traditionelle Werte wie Lyrik, Liebe, sowie menschliche Gefühle unter der Herrschaft der Maschinen ausgemerzt worden und geächtet. Die Rettung kommt durch ein Gedicht aus „Die Liebe und die Poesie“ des französischen Poeten und Surrealisten Paul Eluard und ist der Schlüssel zum Ausweg...

Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmtage ist am heutigen Freitag, 29. Januar, um 20 Uhr, „Das Labyrinth der Wörter“ mit Gerard Dépardieu als Germain, der nahezu Analphabet ist und dem die Welt der Literatur durch eine alte Dame geöffnet wird.

Weitere Filme und Termine: Samstag, 30. Januar, 20 Uhr: „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von François Dupeyron nach dem Roman von Eric- Emmanuel Schmitt mit Omar Sharif, Pierre Boulanger, am Sonntag, 31. Januar, um 11 Uhr, Matinee mit Frühstück: „Pilgern auf französisch“ von von Coline Serreau, Sonntag, 31. Januar, um 18 Uhr, „Alphaville“ von Jean-Luc Godard mit Eddie Constantine, Anna Karina, danach um 20 Uhr: „Fahrenheit 451“ von François Truffaut mit Oskar Werner (Guy Montag), Julie Christie (Clarissa/Linda Montag) nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury und zum Abschluss am Montag, 1. Februar, um 20 Uhr: „Kennen Sie die Béliers – la famille Bélier“ von Regisseur Eric Lartigau.

Alle Filme laufen in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln, es gibt eine „carte festival“ für alle Filme (15 Euro), Eintritt: vier Euro, ermäßigt 2,50 Euro pro Film, Frühstück: fünf Euro.

Ein Programm ist bei der Kinowerkstatt erhältlich, Infos im Internet auf www.kinowerkstatt.de


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