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Studentin realisiert in Homburg und Kirkel neue Projekte zur Gesundheitsvorsorge





Kirkel
Streben nach gesundem Leben
Studentin realisiert in Homburg und Kirkel neue Projekte zur Gesundheitsvorsorge

Von  Thorsten Wolf, 
19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Melina Hanyßek, Studentin für Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, kümmert sich in Kirkel und beim Saarpfalz-Kreis um die Gesundheitsvorsorge. Foto: Thorsten Wolf
Mehr Vitalität im Alter durch ein gesünderes Leben ist Teil der Ziele der landesweiten Aktion „Das Saarland lebt gesund“. In Kirkel und Homburg soll nun eine Studentin für Gesundheitsmanagement entsprechende Projekte auf den Weg bringen.

Wer heute nicht in die gesundheitliche Vorsorge investiert, der wird in der Zukunft erleben, dass die bestehenden Versorgungssysteme die Herausforderungen nicht meistern können – dessen ist sich Wolfgang Steiner sicher. Und er sollte es wissen, denn er leitet das Sozialbüro der Gemeinde Kirkel. Aber nicht nur das. Steiner ist auch einer der Väter einer ganz besonderen Kooperation zwischen der Gemeinde und dem Saarpfalz-Kreis. Eben diese Kooperation hat sich zur Aufgabe gemacht, im engen Schulterschluss und unter dem Dach der landesweiten Aktion „Das Saarland lebt gesund“ Prävention und Gesundheitsförderung auf lokaler Ebene und als Teil einer politischen Agenda zu verwirklichen. All dieses Streben hat in Kirkel und in der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises ein Gesicht und einen Namen: Melina Hanyßek. Sie ist Studentin für Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Als solche, und weil es sich bei diesem Studiengang um ein duales Studium mit Praxisanteil handelt, ist Hanyßek nicht nur im Hörsaal zu Hause, sondern auch an vier Tagen in Kirkel und Homburg. Dort realisiert sie zusammen mit den entsprechenden Fachstellen, dem Sozialbüro der Gemeinde Kirkel und dem Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, Projekte, die mit speziellen Angeboten vorsorglich die Gesundheit von Menschen fördern sollen.

Was bedeutet das nun ganz genau? Melina Hanyßek: „Ganz konkret bedeutet das hier in Kirkel, dass wir aktuell, in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeauftragten und dem Seniorenbeirat der Gemeinde, besondere Angebote für Ältere konzipieren.“ Als Beispiel nannte Hanyßek Selbstbehauptung und Ernährung, ganz neu sei aus auch das Projekt „Herzgesund“ des Gesundheits-Netz-Saar (Genesa). Diese landesweite Präventions-Programm gegen den plötzlichen Herztod soll auch in Kirkel präsent sein.

All diese Aktivitäten sollen die Gesundheit von Menschen fördern und stärken. Doch wie reagieren die, denen man so Gutes tun will. Es habe sich in der Gesellschaft da etwas getan, ist sich Hanyßek sicher, ein Umdenken habe eingesetzt. Trotzdem sei es nicht einfach, die Menschen von der Erkenntnis zur Tat zu bewegen. Genau deswegen schaffe man mit der lokalen Prävention und Gesundheitsförderung Angebote vor Ort, um die Menschen zu locken. Dabei gehe es nicht darum, „von oben herab“ etwas anzubieten, „das wäre der falsche Ansatz. Es geht nur mit den Menschen gemeinsam. Man muss schauen, was gewünscht ist, was es vielleicht schon gibt, was fehlt.“ Wenn man hier richtig agiere, dann seien die Angebote auch nachgefragt. All dieses Engagement entwickle sich im Dialog mit den unterschiedlichen Organisationen im Ort, mit den Vereinen, mit den Schulen.

Für Melina Hanyßek ist aber eben nicht nur Kirkel wichtig, auch im Saarpfalz-Kreis hat sie einiges zu tun – beide Verwaltungen „teilen“ sich, auch finanziell, die junge Studentin. Montags und mittwochs ist sie in der Burg-Gemeinde, dienstags und donnerstags beim Kreis, am Freitag beim eigentlichen Personalträger „Kiss“, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland. Kommt man das nicht durcheinander? „Man muss planen und koordinieren können.“

Zum Thema:

Auf einen Blick Mit der Kooperation im Bereich Prävention und Gesundheitsmanagement personalisieren die Gemeinde Kirkel und der Saarpfalz-Kreis dieses weite Feld gesundheitlicher Vorsorge. Ziel der von beiden Partnern zu gleichen Teilen finanzierten Maßnahme (einen weiteren Kostenanteil übernehmen die Krankenkassen) ist es, in enger Abstimmung unterschiedliche Angebote zu schaffen, die der Gesundheitsvorsorge und -erhaltung dienen. thw


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