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Ausbau des Autobahnanschlusses morgen Thema im Ortsrat





Jägersburg
Auch Jägersburg fürchtet Verkehr
Ausbau des Autobahnanschlusses morgen Thema im Ortsrat

Von  Thorsten Wolf, 
18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Für Jägersburgs Orstvorsteher Jürgen Schäfer ist nur ein zügiger Neubau des Autobahnanschlusses Ost eine echte Verkehrsentlastung, wie die Reiskircher spricht er sich aber dagegen aus, diesen über die bestehende Erbach-Umgehung zu realisieren. Foto: Thorsten Wolf

Foto: Thorsten Wolf
Durch den Umbau des bestehenden A 6-Anschlusses rechnen auch die Jägersburger mit zunehmenden Verkehr durch die Ortsstraßen. Deshalb fordern sie ein zusätzliche Autobahnabfahrt Ost – allerdings soll der nicht über die Erbach-Umgehung erschlossen werden.

Nachdem sich mehr und mehr herauskristallisiert, wie sich die Verkehrswege bei einem Ausbau des bestehenden Autobahnanschlusses Homburg (sogenannte Drei-Ohren-Lösung) verändern könnten, gibt es zunehmend kritische Anmerkungen aus den betroffenen Kommunen. Liegt Kirkel und Bexbach dabei vor allem auch die Verkehrssituation rund um das Industriegebiet Zunderbaum auf dem Herzen (wir berichteten), befürchtet man in Jägersburg steigende Verkehrszahlen schon allein durch den Umbau selbst. Dies sei, so Ortsvorsteher Jürgen Schäfer (SPD) gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, begründet durch die geplante Neuordnung des Verkehrs am Autobahnanschluss und dem damit verbundenen Abhängen der L 118 durch Reiskirchen als einen der Zubringer. Morgen wird sich der Jägersburger Ortsrat um 18.15 Uhr in seiner Sitzung in der Gustavsburg mit diesem Thema befassen, vorab schilderte Schäfer schon mal seine Befürchtungen - und die von ihm geforderten Lösungen.

So sei aus seiner Sicht klar, das die gegenwärtigen Planungen unweigerlich dazu führten, dass der Verkehr auf der B 423 (Kleinottweilerstraße) und der Ortsdurchfahrt Jägersburg auf der Saarpfalzstraße steige, würde sich doch genau auch dahin der Verkehr der aufgegebenen L 218 verlagern. Für Schäfer deswegen entscheidend: der zügige Neubau des Autobahnanschlusses Homburg-Ost als einzige, richtige Verkehrsentlastung. Hier sprach sich der Jägersburger Ortsvorsteher klar dagegen aus, diesen neuen Anschluss über die bestehende Erbach-Umgehung zu realisieren. Für ihn ist ein Zubringer über die alten Trasse der Glantalbahn der bessere Weg. „Sicherlich, dann wird ein Waldstück zerschnitten“, dies sei aber besser, als den Verkehr entlang der Route der Erbach-Umgehung weiter zu verstärken. „Einen Tod müssen wir eben sterben.“ Und da sieht Schäfer die Belange der Bürger in Jägersburg und an der Erbach-Umgehung als wichtiger an.

Vor dem Hintergrund der Initiativen und Interessen in Altstadt und Kleinottweiler sagte Schäfer, dass sich nun jeder gegen Verkehr schütze, dies müsse jetzt auch für Jägersburg gelten, „denn sonst sind wir die Gekniffenen“. Für Maßnahmen, wie ein schon angekündigtes Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen in Altstadt, sieht Schäfer in seinem Ort wenig Aussicht auf Erfolg, zumal es sich bei der B 423 durch Jägersburg als einer der mehr belasteten Strecken um eine Bundesstraße handele, „da sind dann andere Stellen zuständig“. Er halte vor diesem Hintergrund deswegen nichts davon, den Bürgern etwas in Aussicht zu stellen, was sich rechtlich gar nicht machen ließe.

Und noch ein mögliches Problem sieht Schäfer in der Zukunft, sollte der Umbau tatsächlich wie geplant kommen und sollten sich damit tatsächlich die steigenden Verkehrszahlen auf der Route vom dann neu konzipierten Autobahnanschluss entlang der B 423 durch Kleinottweiler bis nach Jägersburg bestätigen. So betrachte er die Kreuzung der Bundesstraße mit der Saarpfalzstraße (L 118) im Ort als echtes Nadelöhr. Dass es dann bei der gegenwärtigen Vorfahrt für die Landesstraße gegenüber der Bundesstraße bleibe, daran habe er seine Zweifel. Vielmehr müsse man dann damit rechnen, dass sich dort die Vorfahrtsituation ändere. Dies könne, verbunden mit einem Mehr an Verkehr, auch dazu führen, dass Parkplätze an der Bundesstraße dort im Bereich der Ortsdurchfahrt zu Lasten des Gewerbes wegfielen.

Im Ortsrat Jägersburg geht es morgen erneut auch um die geplante Teilschließung der Friedhöfe in Websweiler und Altbreitenfelderhof. Zudem ist eine mögliche Verkehrsberuhigung in Altbreitenfelderhof Thema. Über die Verkehrssituation in der Höcher Straße ebenso diskutiert wie über das Thema Sicherheitsdienste während des Strandfestes.



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