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Amateurtheater gibt zum zehnjährigen Bestehen „Unsere kleine Stadt“ von Wilder





Homburg
Letzter Feinschliff
Amateurtheater gibt zum zehnjährigen Bestehen „Unsere kleine Stadt“ von Wilder

Von  Sebastian Dingler, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Julia Gibbs (Barbara Neumann, links) und Myrtle Webb (Kristina Betz) möchten noch so manche Träume leben. Foto: Sebastian Dingler

Foto: Sebastian Dingler
Mit „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder aus dem Jahr 1938 hat sich das Amateurtheater Homburg ein anspruchsvolles Stück zum Zehnjährigen ausgesucht und probt mit entsprechendem Elan. Im Thomas Morus-Haus wird das Stück über nie gelebte Träume aufgeführt.

Das Homburger Amateurtheater feiert zehnjähriges Bestehen. Und das muss gefeiert werden. Zum Jubiläum hat sich das Laien-Ensemble „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder vorgenommen. Im Thomas Morus-Haus in Erbach wird das Stück am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Dezember, jeweils 19 Uhr, und Freitag, 9. Dezember, 20 Uhr, gespielt.

Derzeit übt das Ensemble noch den letzten Feinschliff – geprobt wird in der ehemaligen Hohenburg-Schule. Dort führt Karl-Herbert Schäfer Regie, unterstützt von Tochter Hannah. Gründungsmitglied Schäfer hat diese Rolle schon des Öfteren übernommen; er hat schon eigene Theaterstücke geschrieben, hauptsächlich für Kinder. „Hier versuchen engagierte Leute professionelles Theater zu machen, wir haben da einen sehr hohen Anspruch“, sagt er. Das zeigt sich schon darin, dass spezielle Warmmachübungen vor jeder Probe durchgeführt werden. „Damit steigern wir die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit, bringen die Schauspieler dann schon in eine gewünschte Stimmung, damit die auch Biss haben“, erklärt Schäfer. Außerdem werde so intensiv gearbeitet, dass manche Szenen zehn- bis fünfzehn Mal hintereinander geprobt werden.

Das ist zu spüren: Vor allem Christoph F. Neumann in der Rolle des Erzählers macht im Probedurchlauf gute Figur. Aber auch den anderen Darstellern ist die Theatererfahrung anzumerken.

Viele kommen gar nicht aus Homburg, sondern Saarbrücken, Neunkirchen oder Kaiserslautern. Etwa 20 Mitglieder umfasst das Amateurtheater, das als eingetragener Verein fungiert. Nachwuchs sei willkommen, meint Schäfer, jedoch: „Man braucht nicht unbedingt Leute, die nur vorne in der ersten Reihe stehen wollen, sondern solche, die engagiert mitmachen.“

„Unsere kleine Stadt“ ist eines der bekanntesten Stücke von Thornton Wilder und wurde 1938 in den USA uraufgeführt. Es behandelt die nie gelebten Träume, die die meisten Menschen mit ins Grab nehmen: so etwa der von einer Reise nach Paris, die 300 Dollar gekostet hätte – das nie dafür ausgegebene Geld wird letztlich vererbt und endet als Viehtränke. „Man muss das Leben lieben, um es zu leben“, heißt das Motto des Stücks, das im dritten Akt die Toten über das Leben reflektieren lässt, das sie gerne gelebt hätten.

Während „Unsere kleine Stadt“ in Erbach Premiere feiert, wird ein anderes Stück, die Komödie „Magnolien aus Stahl“ zum letzten Mal vom Homburger Ensemble gespielt, und zwar am Samstag, 10. Dezember, 19 Uhr, ebenfalls im Thomas Morus-Haus. Das ausschließlich mit Frauen besetzte Stück zeigt den kleinstädtischen Klatsch und Tratsch in einem Schönheitssalon – von Todesfällen und Hochzeiten geht es über Kochrezepte und Haustiere bis zum Paradethema Männer. Da ist viel Vergnügen garantiert.



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