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Radfahrer wollen mit einer Tour beweisen, dass Krebs nicht das Ende sein muss





Homburg
Ohne Regen kein Regenbogen
Radfahrer wollen mit einer Tour beweisen, dass Krebs nicht das Ende sein muss

Von  Bernhard Reichhart, 
25. August 2014, 00:00 Uhr
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Die Teilnehmer der 650 Kilometer langen Regenbogenfahrt der Deutschen Krebsstiftung präsentierten sich vor dem Start in Homburg trotz Regens gut gelaunt. Foto: Bernhard Reichhart Foto: Bernhard Reichhart
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Es ist fast wie ein Spiegelbild ihres eigenen Schicksals: Bei strömenden Regen sind junge Leute zu einer Regenbogen-Radtour gestartet, um zu zeigen, dass man Krebs überwinden kann. Vom schlechten Wetter hinaus werden sie ins gute radeln.
Mut machen und zeigen, dass eine Krebserkrankung kein unabwendbares Schicksal sein muss – das wollen junge Regenbogenfahrer, die selbst an Krebs erkrankt waren, in den kommenden Tagen beweisen und weitergeben. Insgesamt 45 Radfahrer machten sich bei strömendem Regen von Homburg aus auf eine achttägige Regenbogenfahrt der Deutschen Krebsstiftung, welche sie über fast 650 Kilometer durch drei Bundesländer bis nach Freiburg führt. Kein Geringerer als Finanz- und Europaminister Stephan Toscani gab am Samstag vor der Frauen- und Kinderklinik des Uniklinikums mit dem Startschuss den Weg frei für die erste Etappe, die über Landstuhl bis Hochspeyer führte. „Ihr habt die Sonne im Herzen“, meinte Professor Norbert Graf, Leiter der Klinik für Pädiatrische Onkologie, mit Blick auf dunkle Wolken und den Regen. Er sei ganz begeistert, wie toll die Teilnehmer der Regenbogenfahrt bei ihrem Besuch auf der Onkologiestation mit den kleinen Patienten umgegangen sind und sich mit ihnen beschäftigt haben. „Das gibt ihnen Mut“, freute sich Graf über den Einsatz der Radfahrer. Die mittlerweile 22. Regenbogenfahrt sei „eine Tour der Mitmenschlichkeit“, erklärte Minister Toscani. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmer selbst eigene Erfahrung mit der Krebskrankheit hätten, gebe diese Aktion den Kindern „Sympathie und Mut mit auf den Weg“, lobte der Minister das große Engagement der 45 überwiegend jungen Radfahrerinnen und Radfahrer. „Ihr seid Beispiel gebend und gebt mit dieser Tour auch viel zurück“. Ina Ruffing, stellvertretende Vorsitzende der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland, begrüßte das große Engagement der Radfahrer, die mit der Radtour ein Zeichen setzten, dass „es immer vorwärts geht und man nie aufgeben soll“. „Wir verstehen uns als Mut-Macherinnen und Mut-Macher, die auf das Schicksal von krebskranken Kindern aufmerksam und ihnen mit dieser Tour auch Mut machen wollen“, erklärte Teilnehmerin Andrea Wagner. Es gehe darum, „unsere Geschichte als Mut-Geschichte zu propagieren und lebendig zu erhalten“, fügte Wagner hinzu. Das Schicksal der 45 Radler, die selbst an Krebs erkrankt waren, zeige, „dass man wieder Lebensmut fassen kann“, stellte der Geschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Jens Kort, fest. Einer der 45 Teilnehmer ist Hans-Georg Wetzel, der bereits zum siebten Mal bei dieser Regenbogenfahrt der Krebsstiftung mit von der Partie ist und annähernd 3500 Kilometer bewältigt hat. „Mir geht es nicht um den sportlichen Aspekt, sondern ich möchte krebskranken Kindern ein Zeichen setzen, dass es ein Leben nach der Krebserkrankung gibt“, erklärte der aus der Nähe vom Bodensee kommende Wetzel, der für diese Tour eigens Urlaub genommen hat: „Das ist es mir wert.“


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