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EM-Silber für Karatekämpferin Stuchlik





Homburg
EM-Silber für Karatekämpferin Stuchlik
Von  Stefan Holzhauser, 
21. April 2017, 02:00 Uhr
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Bei der Karate-EM zeigte das deutsche Team ordentlich Biss: Nadja Stuchlik (ganz links) feiert die Silbermedaille. Foto: Stuchlik

Foto: Stuchlik
Bei den Titelkämpfen in Maastricht belegte die Homburgerin mit der Mannschaft den zweiten Platz.

Nadja Stuchlik vom Karate-Verein Shotokan Homburg hat vor Kurzem bei der Shotokan-Karate-Europameisterschaft in Maastricht mit der deutschen Nationalmannschaft im Kumite hinter England die Silber-Medaille gewonnen. „Wir waren mit insgesamt 24 Sportlern, vier Betreuern und drei Kampfrichtern vor Ort. Meine Vorbereitung auf dieses Großereignis begann schon zu Jahresanfang“, sagt Stuchlik. Am Wochenende trainierte sie im deutschen Leistungszentrum Bottrop, hinzu kamen viele Einheiten in Homburg.

Doch die Vorbereitung auf die Europameisterschaft wurde durch eine im Februar erlittene Bänderüberdehnung beeinträchtigt. „Daraufhin mussten wir das Training neu ausrichten und umstrukturieren. Dabei kam mir besonders die intensive Zusammenarbeit mit den Experten von Saarpfalz-Athletik zugute“, berichtet die Homburgerin und ergänzt: „So konnte ich bereits eine Woche nach der Verletzung beim Gichin-Cup in Prag eine sehr gute Leistung abrufen. Die Vorbereitung auf Maastricht lief dennoch weiter nach Plan, war aber dieses Mal gefühlt noch intensiver als zuvor.“

In den Niederlanden musste die Saarländerin zunächst im Einzel auf die Matte. Stuchlik trat in der ersten Runde gegen die starke Serbin Aleksandra Dordevic an und zog im Freikampf den Kürzeren. „Klar, sie war sehr gut. Ich musste mir aber auch eingestehen, dass ich noch nicht ganz bei der Sache war und mein Kampfgeist noch geweckt werden musste“, sagte Stuchlik zu ihrem frühen Ausscheiden im Einzel.

Dennoch war sie in der Mannschaft genau wie Michaela Rein gesetzt, während sich Bianca Walsleben und Caroline Sieger abwechseln mussten. Außer Deutschland traten noch die Nationalmannschaften von Italien, Ungarn, Frankreich und England an. Im Halbfinale gegen Ungarn brachte Rein beim 2:0 gegen Emese Berta das deutsche Lager in Führung. Anschließend bezwang die Homburgerin auch Livia Rancz mit 2:0. Walsleben verlor zwar ihren Kampf, aber dennoch standen die Deutschen gegen England im Finale. Caroline Sieger musste sich dabei Roisin Campell mit 0:2 beugen. Michaela Rein glich anschließend aus. „Leider hielt ich dem Druck nicht stand, unbedingt gewinnen zu müssen. So musste ich mich Jana Sersnova mit 0:2 geschlagen geben“, berichtete Stuchlik.

Sie zog ein zweigeteiltes Fazit: „Die Vorbereitung verlief sehr positiv, so dass ich daraus viel für die Zukunft mitnehmen kann. Bei der EM selbst war ich insgesamt mit meiner Leistung nicht zufrieden. Dennoch schaue ich positiv voraus.“ So will die Saarländerin am 20. Mai bei der deutschen Meisterschaft in Bochum überzeugen. Vom 18. bis 20. August folgt dann in Irland die Weltmeisterschaft. Und am 11. November steht mit dem JKA-Cup in Bottrop der letzte Höhepunkt des Jahres an.




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