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Verein Saarkult hatte zu einem kulinarisch-kulturellen Abend geladen





Homburg
Büfett war so bunt wie das Bühnenprogramm
Verein Saarkult hatte zu einem kulinarisch-kulturellen Abend geladen

Von  Cordula Waldow, 
02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Kinder dieser Welt wachsen mit Respekt für andere Kulturen auf. Foto: C. von Waldow

Foto: C. von Waldow
Tänze, Lieder, Puppenspiel und vieles mehr wurden den Gästen beim Fest der Kulturen des Vereins Saarkult geboten. Eine kulinarische Entdeckungsreise bot der Kochwettbewerb mit Gerichten aus Syrien, China, Deutschland, Rumänien und dem Senegal.

Gemeinsam kochen und essen verbindet, schlägt Brücken zwischen ganz unterschiedlichen Kulturen und hilft, ebenso wie Musik, Barrieren abzubauen. Das weiß der multikulturelle Verein Saarkult von seinen Kochkursen. Und so erweiterte er sein zweites Fest der Kulturen am Samstagabend um einen internationalen Kochwettbewerb.

Während die Gäste Delikatessen vom umfangreichen türkischen Büfett im Foyer genossen, begannen im Saal bereits fünf Duos damit, jeweils ein nationales, dreigängiges Menü zu zaubern. Deutsch mit dem türkischen Einschlag eines Bulgur-Salates, Chinesisch und Rumänisch trafen auf Syrisch und Senegalesisch. Ein kunterbuntes, vielfältiges, internationales Bühnenprogramm, moderiert von der Vereinsvorsitzenden, Nermin Kürtün und Silke Dury, begeisterte die mehr als 300 Gäste aller Nationalitäten mit multikultureller Vielfalt. Der Senegalese Max Boussan ließ mit seinem Trommeln und dem bekannten „Banana Boat Song“ sofort den Funken der Leidenschaft auf das Publikum überspringen. Seit einem Jahr singen die Deutschen des knapp 20-köpfigen deutsch-syrischen Chores Arabisch und die Syrer Deutsch – eine sprachliche Annäherung durch Musik. Sie ließen drei arabische Lieder erklingen, zu denen das Publikum begeistert mit klatschte. Die sechs Tänzerinnen der Deutsch-Philippinischen Gesellschaft zeigten die Landesvielfalt mit einem spanischen Tanz, einem Lichtertanz mit Teelichtern auf dem Kopf und in beiden Händen sowie dem aufregenden, typischen Tinikling: Bambusrohre werden im Takt der Musik rhythmisch zusammengeschlagen und in die kurzen Zwischenräume wird nach bestimmten Mustern barfuß hinein getanzt.

Noch mehr Körperbeherrschung allerdings brauchte der mitreißende Marionettenspieler Hakan Arisoy. Mit seinem ganzen Körper, Fingern und Händen, Füßen, Hüften und Kreuz, ließ er seine selbst entworfenen und gefertigten Puppen tanzen.

Alle Herzen flogen den „Kindern dieser Welt“ zu, die in zwölf Landestrachten sangen und tanzten – die Jüngste davon gerade drei Jahre alt geworden.

Inzwischen hatten die vier Jurorinnen des Kochwettbewerbs, Sevim Taci vom Landesministerium für Gleichstellung, Homburgs Beigeordnete Christine Becker, die Frauenbeauftragte Anke Michalsky und Künstlerin Astrid Hilt als integrative Ehrenamtlerin die Qual der Wahl. Am Ende siegte mit seiner Gewürzvielfalt Syrien vor China, Deutschland, Rumänien und dem Senegal.

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind hatte bei seiner Begrüßung als Schirmherr des Abends betont, das Saarland wolle deutschlandweit Vorbild für Integration sein, wenn es darum gehe, mit sozialem Engagement gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Friedliches Zusammenleben der Nationalitäten sei das höchste Gut für alle. Seine Überzeugung: „Es ist nicht immer einfach, aber die Mühe lohnt sich!“



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