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Bischof Karl-Heinz Wiesemann besuchte Schaeffler Technologies in Homburg





Homburg
Den Mensch im Mittelpunkt sehen
Bischof Karl-Heinz Wiesemann besuchte Schaeffler Technologies in Homburg

Von  Thorsten Wolf, 
13. März 2015, 00:00 Uhr
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Auf Einladung des Homburger Betriebsratsvorsitzenden Salvatore Vicari (Mitte) diskutierte Bischof Wiesemann (Zweiter von rechts) mit Lineartechnik-Geschäftsführer Ralf Moseberg (rechts) und Vertretern der Betriebsseelsorge (links) die Herauforderungen einer sich verändernden Arbeitswelt. Foto: Thorsten Wolf Foto: Thorsten Wolf
Er verdeutlichte seine Sicht auf das Spannungsfeld zwischen dem Mensch als Mittelpunkt und Mittel der Arbeit: Bischof Wiesemann diskutierte mit Vertretern von Werks- und Personalleitung sowie Betriebsräten von Schaeffler Technologies.
Auf Einladung des Betriebsratsvorsitzenden Salvatore Vicari hat der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Dienstag Schaeffler Technologies in Homburg besucht. Im Gespräch mit Vertretern aus Werks- und Personalleitung sowie dem Betriebsratsgremium der Schaeffler Werke ging es um Antworten auf die Frage „Ist der Mensch Mittel oder Mittelpunkt allen Schaffens?“ Dabei besonders im Fokus: der demographische Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Industrie.

In einer Pressekonferenz verdeutlichte Wiesemann seine Sicht auf das Spannungsfeld zwischen dem Mensch als Mittelpunkt und Mittel der Arbeit. „Für mich ist es wichtig, einen Einblick in die Wirklichkeit zu bekommen und zu erfahren, wie sich die Lebenswelt derer, die dort arbeiten, verändert.“ Grundsätzlich sei der Mensch dabei Mittelpunkt und nicht Mittel der Arbeit.

Dabei sei klar, so Bischof Wiesemann, dass „wir uns den Veränderungen in der Gesellschaft stellen müssen, auch was den Arbeitsplatz betrifft“. Gerade in Deutschland sei der Mensch „in Anführungszeichen das größte Kapital. Wir brauchen die Geisteskraft des Menschen, die Herzenskraft des Menschen. Deswegen können wir auch nur stark sein, wenn beide Seiten immer wieder zusammen kommen.“ Der Mensch sei dabei keine schlicht funktionierende Maschine. „Niemand kann sein familiäres Umfeld am Arbeitsplatz einfach ausblenden.“ So gehe es bei den Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit verbundenen Überalterung von Belegschaften sowie der zunehmenden Digitalisierung von Arbeit, Stichwort „Industrie 4.0“, um eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen in seiner Arbeit. „Diese Prozesse müssen wir positiv aufgreifen. Die Frage, die uns beschäftigen muss, ist: Wie gestalten wir die Veränderung menschlich und wie vermeiden wir, von diesen Prozessen ein Stück weit entmenschlicht zu werden?.“ Hier habe er bei Schaeffler den Eindruck einer „sehr guten Kommunikationsstruktur“.

Den Gedanken des gemeinsamen Wirkens von Unternehmen und Belegschaft bei der Bewältigung der Zukunftsherausforderungen griff auch Ralf Moseberg, Geschäftsführer für den gesamten Bereich Lineartechnik der Schaeffler Gruppe, auf. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Deswegen ist es für uns auch ganz wichtig, das Thema Kommunikation ganz in der Vordergrund zu stellen. Nur, wenn wir die Menschen mitnehmen, können wir unsere Ziele erreichen.“

Salvatore Vicari, Betriebsratsvorsitzender von Schaeffler in Homburg, fasste aus Sicht der Arbeitnehmervertretung den Besuch von Bischof Wiesemann so zusammen: „Wir diskutieren in Homburg schon lange die Entwicklung der Arbeit bei Schaeffler. Der Wandlungsprozess muss dabei mit den Bedürfnissen der Beschäftigten vereinbar sein. Das ist unsere ganz klare Forderung!“ So gelte es, zwischen den Interessen des Kapitals und der Arbeit eine Brücke zu bauen. „Und diese Brücke besteht dann aus Kommunikation und Bildung.“


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