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Seniorenzentrum an der Käthe-Kollwitz-Straße in Erbach geplant





Homburg
Bauprojekt am Vollmar-Platz
Seniorenzentrum an der Käthe-Kollwitz-Straße in Erbach geplant

29. November 2016, 02:00 Uhr
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Der Eduard-Vollmar-Platz bietet seit Jahren keinen schönen Anblick. Foto: Bernhard Reichhart

Foto: Bernhard Reichhart
Der Homburger Bauausschuss kommt am Donnerstag zusammen und wird sich mit dem Bauantrag für ein Seniorenzentrum befassen. Das sei vom Baurecht her genehmigungsfähig, sagt die Stadt. Es handele sich um denselben Investor, der am Eduard-Vollmar-Platz einen Discounter bauen möchte.

Wenn der Bauausschuss am Donnerstag, 1. Dezember, 18 Uhr, zu seiner nächsten Sitzung im Rathaus, Am Forum, zusammenkommt, dann wird es um den Bau eines Seniorenzentrums mit Platz für bis zu 60 Menschen in unterschiedlichen Versorgungsgraden gehen, offiziell: ASB-Service-Wohnen in der Käthe-Kollwitz-Straße in Erbach. Dahinter stehen laut Unterlagen die MS Wohn- und Gewerbebau Pirmasens und die Gemeinnützige Heimbetriebsgesellschaft des ASB mit Sitz in Illingen. Vorgesehen ist ein Teilbereich für behinderte und ältere Menschen in insgesamt 42 Wohnungen sowie eine kleinere Pflegeeinrichtung mit 18 Plätzen, bei letzterem gehe es um eine Erweiterung des nahe gelegenen ASB-Seniorenheims St. Andreas in Erbach.

Geplant sind drei miteinander verbundene Gebäudeteile – der mittlere davon ist als Versorgungszentrum vorgesehen – Richtung Erbach und damit unmittelbar am Eduard-Vollmar-Platz, der immer noch einen ziemlichen tristen Anblick bietet. Passieren sollte hier schon längst etwas: Bereits im Februar 2014 hatte der Bauausschuss grünes Licht gegeben für einen neuen Discounter. Entstehen soll dieser auf dem Platz selbst, der neue Parkplatz wiederum soll an der Stelle des Wasgau-Marktes gebaut werden, der zuvor hier angesiedelt war und seit langem geschlossen ist. So weit der Plan. Dann wurden hier Altlasten gefunden (wir berichteten mehrfach). Der Investor, die Unternehmensgruppe Manfred Schenk aus Pirmasens, die beispielsweise bereits den Edeka-Markt an der Mannlich-Straße in Homburg umsetzte, war bei Bohrungen, um den Untergrund für den Tiefbau festzustellen, auf die Verunreinigungen gestoßen, hatte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind damals erklärt.

Die beiden Bauprojekte sind aber nicht nur durch die räumliche Nähe verbunden. Der Investor für den geplanten Supermarkt sei auch derjenige, der sich beim Seniorenwohnen engagiere, erläuterte Jürgen Kruthoff, der Pressesprecher der Stadt Homburg. Zudem liegen sie größtenteils auf städtischem Areal. Über den Verkauf müsse also ohnehin in den entsprechenden Gremien entschieden werden. Vom Baurecht sei das Seniorenzentrum genehmigungsfähig.

In der Grundstücksangelegenheit für den Discounter sei ja eigentlich bereits die Grundsatzentscheidung gefallen, dass „wir ihm die Flächen verkaufen“ . Doch nachdem die Altlast gefunden wurde, sei der Verkaufstermin gestoppt worden. Es gehe nun um die Bedingungen. Nach Einschätzung von Fachleuten koste die Entsorgung der Altlast mehrere 100 000 Euro, so Kruthoff weiter. Von dieser selbst gehe laut Fachleuten keine Gefahr aus. Werde aber Erde bewegt, also gebaggert, dann müsse sie entsorgt werden.

Nun liege also sozusagen der um den Bau des Seniorenzentrums erweiterte Antrag auf dem Tisch. Eine Idee könnte möglicherweise sein, dass sich beispielsweise der Investor um die Entsorgung der Altlast kümmere und das Grundstück daher günstiger bekomme, sagte Kruthoff. Der Vorteil für die Stadt: Sie müsste sich nicht selbst um die Entsorgung kümmern. Das habe auch eine zeitliche Variante: Es könne sehr lange dauern, bis Homburg das Geld dafür zur Verfügung hätte, hier zu handeln, gab Kruthoff zu bedenken. Es sei also wohl für alle Beteiligten von Vorteil, wenn es gelänge, das Grundstück inklusive Verpflichtung, die Altlast zu entsorgen, an den Investor zu übertragen. Dann habe er es selbst in der Hand, wann er das angehe, schilderte Kruthoff die Sicht der Stadt.

Insgesamt sollen die Entscheidung zu Bauvorhaben und Verkauf zeitnah erfolgen. Das Ganze wird wohl erst durch beide Projekte für den Investor interessant. Kruthoff formulierte nämlich vorsichtig: Ohne das Seniorenzentrum werde es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keinen neuen Discounter an dieser Stelle geben.



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