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Reinheimer Straußbuben waren wieder auf ihrer „Schnäpsler Tour“ quer durchs Grenzdorf an der Blies





Reinheim
„Wir fangen früher an und hören später auf“
Reinheimer Straußbuben waren wieder auf ihrer „Schnäpsler Tour“ quer durchs Grenzdorf an der Blies

ott,  27. Oktober 2015, 00:00 Uhr
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Die Reinheimer Schnäpsler auf ihrer Kirmestour bei der Station der Familie Wack: (von links) Dirk Jank, Azubi Lukas Doller, Tobias Boucher und Lucas Wack. Foto: Wolfgang Degott Foto: Wolfgang Degott
Quasi aus der Unlust heraus, wurde vor sechs Jahren die „Snäpsler Tour“ ins Leben gerufen. Jetzt ist sie fast schon Tradition. Auch in diesem Jahr machten die Reinheimer Straußebuben am Kirwesamstag auf ihrer Tour an 28 Stationen halt.
„Wir waren damals Straußbuben und wollten nicht mithelfen den Strauß auf dem Marktplatz zu schmücken. So sind wir an benachbarte Häuser, haben geklingelt und wurden freundlich empfangen,“ berichtete Dirk Jank. Daraus geworden ist vor sechs Jahren die „Schnäpsler Tour“, die der heute 24-jährige gemeinsam mit zwei weiteren „schmückfaulen“ Mitgliedern der Straußjugend kreierte. Mit dabei waren auch Tobias Boucher und Lucas Wack, beide 24 Jahre alt, die seither immer mit von der Partie waren. Einige Wochen vor der Reinheimer Kirb verschickten diesmal der „geschnäpselte Hilde“ (Dirk), der geschnäpselte Hummi“ (Tobias) und der „geschnäpselte Luke“ (Lucas) Einladungen an Reinheimer Familien und baten um Aufnahme mit folgendem Hinweis“ „Die Schnäpsler-Tour findet statt und du bist dabei“.

Herausgekommen ist eine bis ins Kleinste geplante Tour, die am Kirwesamstag mit dem Frühstück bei der Familie Jochen Wack im Rebengarten begann. Es folgten unter dem Motto „Wir fangen früher an und hören später auf“ 28 Stationen quer durchs Grenzdorf an der Blies. Mit im Programm war neben Bolzen, verköstigen, Gesang und Bebolzung, Mittagessen und Nachtessen auch der Vortrag der von Manuel Wack gereimten „Schnäpslerrede“ inklusive der Vorstellung des neuen „Azubi“ Lukas Doller (21) als Teil des Start-up-Unternehmens als „IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb“. Jede Station wurde fein säuberlich auf „Schnäpslers Liste“ mit Unterschrift dokumentiert. Mit Sonnenbrille, schwarzem Hemd, gelb-schwarzer Krawatte, beigen Hosen und eigens angefertigten braunen Lederschuhen mit Schnapsglas-Emblem und „Schnäpslername“. Mit im Gepäck neben einer Fahne, einem Alkoholtester auch die obligatorische Eieruhr, damit die Termine auch zeitgerecht abgearbeitet werden konnten. Nach der Kerwetour im Heimatdorf, die mit dem Zusammentreffen der aktuellen Straußjugend endete, wird am Nikolausabend, 5. Dezember, in Bottenbach, wo auch diesmal der „Proviant für zwischendurch“ gekauft worden war, erstmals die Schnäpsler-Weihnachtsfeier stattfinden.

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