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In der protestantischen Kirche in Brenschelbach steht ein ganz besonderes Kunstwerk





Brenschelbach
Krippe zeigt die armen Leute
In der protestantischen Kirche in Brenschelbach steht ein ganz besonderes Kunstwerk

Von  Wolfgang Degott, 
24. Dezember 2014, 00:00 Uhr
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Die „Arme-Leute-Krippe“ in der protestantischen Kirche in Brenschelbach. Foto: Wolfgang Degott Foto: Wolfgang Degott
Der ehemalige Lehrer Jürgen Beuster hat einen eigentlich katholischen Brauch in einem protestantischen Gotteshaus umgesetzt. In der Brenschelbacher Kirche ist derzeit seine „Arme-Leute-Krippe“ zu besichtigen.
Direkt am Eingang links, hinter der letzten Bank, präsentiert sich in der protestantischen Kirche in Brenschelbach ein Kunstwerk aus der Hand des früheren Leiters der Gersheimer Real- und Gesamtschule, dem Brenschelbacher Jürgen Beuster. In liebevoller, jahrelanger Arbeit hat er die sogenannte „Arme-Leute-Krippe“ geschaffen, die in der Advents- und Weihnachtszeit an die Menschwerdung Jesu erinnert. „Seit etwa zehn Jahren steht sie in der heutigen Form, doch bereits vor 20 Jahren habe ich damit begonnen, die Figuren zu schaffen“, weiß er zu berichten. Auch habe er Neuland betreten damit, dass er einen eigentlich katholischen Brauch in einem protestantischen Gotteshaus umsetzte, damit aber viel Zustimmung erntete. „Links im Hintergrund deutet der Apfelbaum das Paradies an. Adam und Eva haben gegen des Herren Gebot verstoßen, aßen den verbotenen Apfel, werden deshalb durch den Cherub aus dem himmlischen Garten vertrieben“, beginnt die Beschreibung Beusters zu seinem Kunstwerk.

Er spricht danach von ihren Nachfahren, die mit ihrem Streben, das göttliche Heil wieder zu erlangen behaftet sind und in all dem Elend wie Armut, Not, Krankheit, Verzweiflung, ewiger Tod ohne Hoffnung auf die Erlösung warten. Der trostlose Menschenzug wälzt sich in der Krippe durch ihr hoffnungsloses Leben, kennt nur ein Ziel: die Krippe, wo die Geburt Jesu Erlösung von den Sünden verspricht. Auf der rechten Seite der Krippe erfahren die Ärmsten ihrer Zeit, die Hirten, das Wunder der Geburt des Heilands. Beide Gruppen, Hirten und der Zug armer Menschen, treffen sich an der Krippe, wo sie auf die Kinder und Alten, ebenfalls Arme ihrer Zeit, treffen. So wird deutlich, dass der Name der Krippe daher stammt, dass sich die Allerärmsten in der Heiligen Nacht treffen. „Die Könige kommen erst später“, so Beuster, „und haben unter meinen armen Leuten keinen Platz gefunden.“



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