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Der Weg für den Neubau ist endlich frei





Blieskastel
Der Weg für den Neubau ist endlich frei
Von  Erich Schwarz, 
07. Februar 2017, 02:00 Uhr
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Die Firma Thönes möchte auf dem Grundstück des ehemaligen Zebra-Marktes (im Bild links) neu bauen. Rechts das bisherige Firmengebäude. Foto: Erich Schwarz

Foto: Erich Schwarz
Das ehemalige „Zebra“ in Webenheim wird abgerissen. Es entsteht eine neue Halle, aber ein Teil bleibt als Sportfläche weiter erhalten.

Eine Ruine, die schon seit über 20 Jahren nicht mehr im eigentlichen Verwendungszweck genutzt wird, soll nun abgerissen werden. Der Stadtrat machte in seiner jüngten den Weg frei, den Bau des früheren Einkaufmarktes „Zebra“ am Bauernfestweg in Webenheim abzureißen. Wahrscheinlich sogar auf dessen Fundamenten plant das auf dem Nachbargrundstück ansässige Autohaus Thönes, eine neue Halle zu errichten. Es gab Zustimmung über die Faktionsgrenzen hinweg, und Udo Schmidt, Stadtratsmitglied der Grünen aus Webenheim, begrüßte die Entscheidung: „Ich freue mich, dass das dort seit Jahrzehnten ansässige Unternehmen expandiert und damit auch Arbeitsplätze schafft und sichert“, so der Webenheimer, der selbst ein Unternehmen in Webenheim führt. Er sprach sich dafür aus, dass der Rest des dortigen Areals als Sportfläche weiter erhalten werden und man nicht noch weitere Industrieansiedlungen an der Stelle planen solle. Der Grüne prangerte bei dieser Gelegenheit an, dass jährliche viele Tausend Hektar an Grünfläche und Ackerland in Deutschland für Industrieansiedlungen versiegelt würden: „Deshalb freuen wir uns, dass hier auf bereits erschlossenem Gelände gebaut wird“, hob Schmidt heraus.

Zuvor hatte Antonio Reda (Linke) an alle Ratsmitglieder appelliert, den Hochwasserschutz an der Stelle nicht außer Acht zu lassen. Auch Guido Freidinger, Fraktionschef der SPD im Rat, sprach sich für die geplante Bebauung aus. Allerdings konnte er sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass man bei der Ansiedlung eines anderen Autohauses in unmittelbarer Nähe („Skoda“) ähnliche Bedenken beiseite gewischt habe. Und sein Fraktionskollege Matthias Zumpf hieb in dieselbe Kerbe: Auch bei der Ansiedlung des neuen Edeka-Marktes in Lautzkirchen hätte man sich von den Grünen solche Einwände gewünscht. Stadtratsmitglied Matthias Krey (SPD), Ortsvorsteher von Webenheim, hatte sich zuvor mit seinem Ortsrat ebenfalls für die Bebauung ausgesprochen. Er nannte zwar weitere Ansiedlungen von Industrie in dem ohnehin „belasteten Webenheim“ sehr problematisch, aber bei der Firma Thönes handele es sich um ein alteingesessenes Unternehmen, dem durch diese geplante Baugenehmigung ein Expandieren ermöglicht werde. Ebenfalls einstimmig beschloss der Stadtrat, Mittel für die Städtebauförderung kleinerer Städte und Gemeinden abzurufen (wir berichteten). Insgesamt beläuft sich die Förderung auf 120 000 Euro, die Stadt muss 40 000 Euro an Eigenanteil zuschießen. Mit den Mitteln soll ein Gutachten zur Bodensanierung an der Blickweiler Straße in Auftrag gegeben werden. Zudem sollen private Sanierungsmaßnahmen weiter vorangetrieben werden. SPD-Fraktionschef Guido Freidinger fragte an, wozu die Mittel, die auch schon im Vorjahr nach Blieskastel geflossen seien, verausgabt worden seien. Ein weiterer Beratungspunkt der Sitzung war das Gemeinde-Entwicklungskonzept.

< Bericht folgt.

www.blieskastel.de

Zum Thema:

Der Betrieb soll vergrößert werden Das VW-Autohaus Thönes will auf den Fundamenten des abzureißenden früheren Zebra-Marktes eine Halle bauen und damit den Betrieb vergrößern. Die frühere Supermarkthalle wird in dieser Funktion schon seit über 20 Jahren nicht mehr genutzt. Eine angedachte weitere Ausdehnung des dortigen Areals (Bereich Tennishalle Eifler, Sportgelände früherer SV Webenheim) zur gewerblichen Nutzung wurde vom Blieskasteler Stadtrat in der jüngsten Sitzung nicht befürwortet.


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