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,,Kraftwerk Bexbach soll als Reservestandort weiterhin existieren“





Bexbach
,,Kraftwerk Bexbach soll als Reservestandort weiterhin existieren“
red,  29. November 2016, 02:00 Uhr

Der Vorsitzende der SPD-Ortsratsfraktion Bexbach-Mitte, Paul Gallo, äußert sich in einer Pressemitteilung zur geplanten Stilllegung des Großkraftwerkes in Bexbach. „Das Raus aus der Kohleverstromung muss industrie-, regional- und sozialpolitisch verantwortungsvoll gestaltet sein.“ Nach dem Auslaufen des Bergbaus im Saarland komme nun die vorzeitige Stilllegung von zwei Steinkohlekraftwerken der Steag an der Saar, eines davon am Höcherberg. Zirka 300 Arbeitsplätze gingen dadurch an den beiden Standorten Bexbach und Quierschied unmittelbar verloren.

„Die damit einhergehenden mittelbaren Zuliefer- und Dienstleistungsarbeitsplatzverluste betragen ein Mehrfaches davon“, so Gallo weiter. Steag habe bei der Bundesnetzagentur die Stilllegung beider Kraftwerke beantragt, da sich mit Strom derzeit kein Geld verdienen lasse. Nun prüfe aber der Stromnetzbetreiber Amprion, inwieweit unter anderem das Kraftwerk Bexbach für die Stabilität des Stromnetzes unverzichtbar sei. Falls Bexbach netzrelevant sei, so könne die Bundesnetzagentur einen Weiterbetrieb von 24 Monaten vorschreiben (wir berichteten).

Das Ganze sei, so Gallo, die Folge der Energiewende, über deren Notwendigkeit gesellschaftlicher Konsens bestehe. Diese sei politisch gewollt und gesteuert, auch über entsprechende Marktstellschrauben (-eingriffe). Vor diesem Hintergrund fordert die SPD-Ortsratsfraktion: „Die Option, das Kraftwerk Bexbach als Reservekraftwerk zur Netzstabilität weiterzubetreiben, muss Priorität haben.“ Es sei auf dem neuesten technischen Stand. In absehbarer Zukunft gingen Atomkraftwerke vom Netz. Das Zeitfenster für eine geordnete industrielle Weiterentwicklung des Kraftwerk-/Industriestandortes Bexbach sei dadurch größer. Paul Gallo fordert in diesem Zusammenhang auch gleichwertige Ersatzarbeitsplätze. Der Arbeitsplatzabbau müsse sozialverträglich ohne Kündigungen erfolgen.

Zwischen Steag sowie dem Betriebsrat und der Gewerkschaft werde über einen Sozialplan verhandelt. Die Ortsratsfraktion versichere der Belegschaft „ihre uneingeschränkte Solidarität“. Positiv sehe man, dass Steag am Kraftwerkstandort Bexbach in neue Technologie investiere.



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