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Einöd

Auf dem Rücken von „Sir Higgins“

Kooperation der Kita und des Reitervereins Einöd bietet Kindern Infos rund ums Pferd


Von SZ-MitarbeiterMichael Schneider, 18.05.2013 00:00
Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Kindertagesstätte und des Reitervereins Einöd ging es für elf Kinder rund um das Pferd. Unter dem Motto „Kids in Bewegung“ sollte vor allem das soziale Lernen gefördert werden.
Aufregend neu war für elf Kinder der Protestantischen Kindertagesstätte Einöd der Besuch in der Halle des Reitervereins. Hier hatten sie Gelegenheit, sich ausgiebig mit dem Thema Pferd zu beschäftigen und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Seit fünf Jahren gibt es zwischen der Kita Am Asenbühl und dem Reiterverein ein Kooperationsprojekt unter dem Motto „Kids in Bewegung – Rund ums Pferd“. Das Team der Kita und Aktive des Vereins haben sich das Ziel gesetzt, den Kindern nicht nur Wissenswertes über Pferde zu vermitteln, sondern ihnen auch Gelegenheit zu geben, eines dieser so interessanten Tiere aus der Nähe kennenzulernen. „Das hat sich sehr gut bewährt. Die Kinder kommen immer wieder gern zu uns“, berichtete Annette Molter-Klein, zweite Vorsitzende des Reitervereins Einöd.

Erste Reitversuche

Weil die Kindertagesstätte und die Reithalle nur wenige Minuten Fußweg voneinander entfernt sind, ließ sich das Projekt „Rund ums Pferd“ in die Tat umsetzen, ohne Fahrtkosten einplanen zu müssen. Für Molter-Klein wie auch Trainerin Isabelle Jähn-Großklos „ideale Voraussetzungen für das Gelingen des Vorhabens“.

Jähn-Großklos machte die Kinder, alle bis zu sechs Jahren alt, mit „Sir Higgins“ bekannt, einem gutmütigen Pferd der Rasse Tinker. „Sir Higgins“ ließ sich streicheln und kraulen, einige der Kinder probierten auch, auf seinen Rücken zu klettern. Antonia (6) schaffte es sogar, auf dem Pferderücken zu stehen und war sichtlich stolz darauf.

Neben der Bewegungserziehung, die einen wesentlichen Teil der Arbeit in der Kita ausmacht, ist das Kennenlernen eines Pferdes etwas aufregend Neues. Kita-Team und Trainerinnen sahen seit Beginn der Kooperation immer wieder bestätigt, dass sich der Besuch beim Reiterverein in vielerlei Hinsicht positiv für die Kleinen auswirkt.

„Es gibt außerhalb der heute meist von elektronischen Medien dominierten Welt so viel Sehens- und Wissenswertes, das nur darauf wartet, von Kindern entdeckt zu werden“, fand Annette Molter-Klein. Besonders Kinder, die Haltungsschwächen zeigen, die ängstlich oder wenig aktiv sind, erhalten durch die Kooperation eine echte Chance, ihre Probleme zu bewältigen.

Sehr wichtig seien Erfahrungen, die in der Gemeinschaft gesammelt werden, hieß es im Gespräch mit Kita-Team und Vereinsvertretern. Dadurch werde das soziale Lernen gefördert, das gerade für Einzelkinder oder Kinder mit bisher wenig Kontakt zu Gleichaltrigen von großer Bedeutung sei. Allmählich verlieren sie die Scheu vor dem Pferd und fänden Mut, ihr Können vor Leuten zu zeigen, so die Trainerin. Das taten sie schon beim Dorffest und beim Biosphärenfest. Der Erfolg der Kooperation brachte auch schon einen großen bronzenen „Stern des Sports“ ein.

Seit vergangenem Jahr engagieren sich nicht nur Kita-Team und Reiterverein für die Kooperation „Rund ums Pferd“. Zum zweiten Mal brachte sich der Globus Handelshof Einöd mit ein und unterstützte das Ganze als Sponsor. „Es ist uns ein Anliegen, dass diese wichtige Partnerschaft mit ihren vorteilhaften Wirkungen für die Kinder weiter besteht“, sagte Jürgen Groß, Marktleiter von Globus in Einöd, der sich persönlich von der gemeinsamen Arbeit der Kita und des Reitervereins ein Bild machte.

Zur Freude der Kinder war er nicht mit leeren Händen gekommen: Eine Schirmmütze und ein orangefarbenes T-Shirt hatte er für jedes der Kinder mitgebracht.
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