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Homburg/Niederbexbach

„Weenscher“ und „Bräute“ unterwegs

Die Quak-Tradition ist an Pfingsten in machen Orten noch lebendig


Von jkn, 18.05.2013 00:00
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In Niederbexbach wird, wie hier 2009, der Brauch mit ,,Weenscher“ und ,,Bräuten“ an Pfingsten hochgehalten. Foto: Michael Schneider/SZ Foto: Michael Schneider/SZ
Im Saarpfalz-Kreis werden seit jeher Brauchtum, Tradition und Lokalgeschichte groß geschrieben. Dies gilt auch für das Pfingstfest. Dabei steht der Kult um den Pfingstquak im Mittelpunkt.
. Am Pfingstmontag ziehen Jungen und Mädchen als „Quak“ oder „Bräute“ in unserer Region durch die Orte Niederbexbach, Altstadt, Limbach, Kirkel und Bayerisch-Kohlhof. Auch in Wolfersheim im Bliestal hat sich der Brauch erhalten. Im pfälzischen Lambsborn oder Bechofen gibt es ebenfalls noch dieses Brauchtum. Mit bunt geschmückten Wägelchen (im Volksmund ,,Weenscher“) sind die Jungen unterwegs. Oft haben sie unter tätiger Mithilfe von Papa, Opa und Freunden ihren Wagen in Eigenarbeit über vielen Wochen hinweg geplant, gebaut, gezimmert und geschmückt. Der „Originalquak“ besteht aus dem geschmückten „Weensche“ mit bunten Bändern und blühende „Bremmen“ – das Mundartwort für Ginster. Eine Gruppe Kinder gehört als ständige Begleitung zu jedem Fuhrwerk. Die Mädchen sind als ,,Bräute“ verkleidet. Die Kinder sagen ihre Sprüche vor den Haustüren in Mundart auf und bekommen kleine Spenden. Mittlerweile hat sich in den Dörfern die Prämierung der schönsten „Quake“ und „Bräute“ eingebürgert. Über die Wurzeln des Brauchtums wird oft gerätselt und diskutiert. Viele Theorien gibt es dazu, so etwa, dass bereits die Kelten das Fest anlässlich des „Erwachens“ der „Mutter Erde“ feierten. Einig sind sich vor allem die Lokalhistoriker darüber, das mit der Tradition um gutes Wetter und gute Ernte gebeten wurde.
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