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Frankenholz

Neue Urnenwand soll am Eingang stehen

Frankenholzer Ortsrat stellt Standortvorschlag der Stadt einen eigenen entgegen


Von re, 18.05.2013 00:00
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Die beiden Urnenwände auf dem neuen Friedhof in Frankenholz sollen bald mit einer dritten Wand ergänzt werden. Foto: Bernhard Reichhart Foto: Bernhard Reichhart
Die neue, dritte Urnenwand auf dem Frankenholzer Friedhof soll am Eingang mit dem Rücken zur Hecke stehen und nur einseitig belegt werden. So zumindest ist die Meinung des Ortsrates, der damit der Stadt widerspricht.
Die Festlegung eines Standortes für die mittlerweile dritte Urnenwand stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortsrates Frankenholz am Donnerstagabend. Um sich einen Überblick über einen geeigneten Platz zu machen, sahen sich die Ortsratsmitglieder vor Beginn der Sitzung in der Gaststätte „Zum Lorche“ bei einer Ortsbegehung auf dem neuen Friedhof um.

Nach kurzer Diskussion war klar, dass der Ortsrat den von der Stadtverwaltung ins Spiel gebrachten Standort nicht zustimmen würde. So hatte die Stadt die dritte Urnenwand laut vorliegendem Plan direkt an den beiden bereits vorhandenen Urnenwänden parallel zum Friedhofsweg vorgeschlagen. „Diesen Vorschlag werden wir nicht akzeptieren“, erklärte Ortsvorsteher Rudi Müller (SPD) im Namen des Ortsrates. „Wir haben einen neuen Standort gefunden, der tragfähig ist und auf Jahre hinaus weiter ausgebaut werden kann“, fügte Müller hinzu. Geht es nach den Ortsratsmitgliedern soll die dritte Urnenwand direkt im Eingangsbereich auf der rechten Seite errichtet werden. Hinter den Hecken, die laut Ortsvorsteher stehen bleiben sollen, liege in diesem Bereich ein Grabfeld.

Die dort liegenden Gräber liefen in den nächsten Jahren aus und die Liegezeit ende, begründete Ortsvorsteher Rudi Müller die Entscheidung des Ortsrates Frankenholz. So wolle man die dritte Urnenwand mit der Rückwand zur Hecke errichten und nur einseitig belegen. Weitere Urnenwände könnten sich dann in den kommenden Jahren sukzessive anschließen. In der Mitte könne, so der Ortsrat, ein Baum angepflanzt werden, der Schatten spende. Darüber hinaus könne eine Bank um den Baum herum errichtet werden, auf der die Angehörigen ihren Verstorbenen gedenken könnten. Evi Päßler (CDU) erinnerte an die im Ort stehenden fünf Pflanzkübel hin, welche keinen schönen Anblick böten.

Doch sei der unterbesetzte Baubetriebshof nicht in der Lage, für die Pflege der Kübel zu sorgen. Daher habe die CDU vor kurzem den städtischen Pflanzkübel in der Dorfmitte an der Abzweigung Höcherbergstraße/Zum Frankenbrunnen (Eingangsbereich zum ehemaligen Grubengelände) mit Holzbrettern verkleidet und die ersten Pflanzen gesetzt. Die Pflanzenpracht sei aber in der darauf folgenden Nacht zerstört worden, bedauerte Päßler. Lediglich das Maulbeerbäumchen habe man wieder eingesetzt. „Wir haben die Patenschaft für diesen Pflanzkübel übernommen“, sie hofft auf Nachahmer, mit der Pflege der anderen Kübeln einen Beitrag zur Verschönerung des Ortes zu leisten.

Eine gute Nachricht hatte sich Ortsvorsteher Müller für das Ende der Sitzung aufgehoben. So könne das Gremium nach den großen Ferien sein neues Ortsratszimmer im Gebäude der Grundschule beziehen.
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