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St. Petersburg

Warm werden auf russische Art: St. Petersburg im Winter

Von Aliki Nassoufis, dpa

Im Winter drängen sich in St. Petersburg keine Touristenmassen, die Hotels sind günstiger und die Kirchen mit ihrer Schneehaube bezaubernder. Gegen die Kälte haben die Einheimischen ein Rezept: Ein Loch ins Eis hacken und in den Fluss springen. (Veröffentlicht am 29.11.2011)

St. Nikolaus Kathedrale

Die St. Nikolaus Kathedrale ist eine der wenigen Kirchen, die während der Sowjetzeit durchgängig geöffnet war. (Bild: Sascha Rettig/dpa/tmn)Foto:

Bernsteinzimmer

Im Winter kommen weniger Touristen nach St. Petersburg als im Sommer. Da kann man auch mal allein das Bernsteinzimmer bewundern. (Bild: Russische Botschaft/Aleksej Panow/dpa)

Ein Bad in der eiskalten Newa

Nach dem Bad in der eiskalten Newa pumpt das Herz ein paar Minuten lang kräftig das Blut durch den Körper. (Bild: Sascha Rettig/dpa/tmn)

Eremitage

In der Eremitage sind 65 000 Ausstellungsstücke zu sehen. Allein die Räume lohnen einen Besuch. (Bild: Matthias Schrader/dpa)

Blutskirche

Die Blutskirche wurde in Andenken an Zar Alexander II. an der Stelle erbaut, wo er von Revolutionären getötet worden war. (Bild: Sascha Rettig/dpa/tmn)

St. Petersburg

St. Petersburg ist neben Moskau die zweite russische Metropole. (Bild: Sven-E. Hauschildt/dpa/tmn)

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Das Thermometer zeigt minus 15 Grad, doch das hält uns nicht ab. Dick eingepackt stapfen wir immer weiter durch den tiefen Schnee, dicke Flocken wirbeln durch die Luft. Nein, das hier ist nicht die Arktis, nur die nördlichste Millionenstadt der Welt: St. Petersburg. Trotz der Kälte lohnt ein Besuch im Winter. Die Innenstadt mit ihren prächtigen und üppig verzierten Bauten, seit 1990 Unesco-Weltkulturerbe, wirkt dann besonders bezaubernd.

Der Schnee glitzert. Der breite Fluss Newa mitsamt aller Nebenarme ist zugefroren. Die Häuser sind von einer Schneeschicht bedeckt, die an dicken Zuckerguss erinnert und in der Dämmerung und am Abend angestrahlt wird.

Schön am winterlichen St. Petersburg ist auch, dass es nicht so überlaufen ist wie im Sommer, wenn Tausende Touristen sich durch die Straßen drücken. Lange Anstehen vor den Sehenswürdigkeiten ist die Ausnahme, und selbst im Katharinenpalast vor den Toren der Stadt kann es passieren, dass man zumindest für einen Moment ohne andere Besucher im sagenumwobenen Bernsteinzimmer steht.

Fremdenführer Sergej Martschukov beginnt seine Tour aber erst einmal an der Peter-Paul-Festung, dem Geburtsort der Stadt. Lange Zeit war die Region wegen ihrer strategisch wichtigen Lage an der Ostseemündung heftig umkämpft und musste vor allem gegen die Schweden verteidigt werden. Doch dann trieb Zar Peter der Große sie endgültig aus dem Land. Um die Stelle zu sichern, ließ er ab 1703 die Peter-Paul-Festung errichten.


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