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Österreicher sehnen sich nach „starkem Führer“





Wien
Österreicher sehnen sich nach „starkem Führer“
21. April 2017, 02:00 Uhr

(dpa) Viele Österreicher sehnen sich nach einem starken Mann an der Spitze des Landes. Aus Sicht von 43 Prozent der Befragten wäre es „sehr“ oder „ziemlich“ wünschenswert, wenn ein solcher Politikertyp regierte. Das geht aus einer gestern in Wien vorgestellten Umfrage hervor.

Diese Menschen wollten nicht unbedingt einen Systemwechsel weg von der Demokratie, erläuterten die Verfasser der Studie im Auftrag des Zukunftsfonds Österreich. Dies gelte aber für 23 Prozent der Bevölkerung mit durchaus totalitären Einstellungen, sagte der Historiker Oliver Rathkolb. Generell habe die Demokratie in den vergangenen zehn Jahren an Zustimmung verloren. Das gelte nicht nur für Wähler vom politischen Rand, sondern „vermehrt für jene, die politisch apathisch sind“. Wesentlicher Grund für die steigende Sehnsucht nach einem starken Mann sei eine Verunsicherung durch die Globalisierung. Rechtspopulisten würden aber nicht automatisch von dem Trend profitieren, meinte der Forscher. Das hänge vom Angebot der anderen politischen Parteien ab.







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