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So läuft der Poker um die Bergbau-Flächen





So läuft der Poker um die Bergbau-Flächen
Von SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus,  17. Oktober 2011, 00:04 Uhr
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Wahrzeichen für Quierschied? Der Hammerkopf-Förderturm in Camphausen. Foto: Fred Kiefer

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Schmuckstück in Velsen, von einem Privatmann hergerichtet: die preußische Tagesanlage. Foto: Maurer

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Bald Streusalz-Lager? Die Gasmaschinenzentrale in Heinitz ist ein Denkmal von nationalem Rang. Foto: Initiative Gasmaschinenzentrale
Saarbrücken. Und sie bewegt sich doch. Gemeint ist die RAG Deutsche Steinkohle AG beziehungsweise ihre Tochter-Gesellschaft, die RAG Montan Immobilien. Für das von Schließung bedrohte Erlebnisbergwerk Velsen zauberten die RAG-Verantwortlichen vergangene Woche eine Überlebens-Möglichkeit aus der seit über eineinhalb Jahren eisern verschlossenen Finanzschatulle
Saarbrücken. Und sie bewegt sich doch. Gemeint ist die RAG Deutsche Steinkohle AG beziehungsweise ihre Tochter-Gesellschaft, die RAG Montan Immobilien. Für das von Schließung bedrohte Erlebnisbergwerk Velsen zauberten die RAG-Verantwortlichen vergangene Woche eine Überlebens-Möglichkeit aus der seit über eineinhalb Jahren eisern verschlossenen Finanzschatulle. Der Trägerverein darf in Velsen für einen Euro pro Jahr nun als Pächter weitermachen. "Erstaunlich" nennt das der zweite Vereinsvorsitzende Hermann Braun - und begrüßt das RAG-Konzept.

"Die RAG spielt auf Zeit", hatte Brauns Kollege, Vereinschef Volker Etgen, erst wenige Tage zuvor mit Sorge festgestellt. Er beklagte eine Hinhalte-Taktik und befürchtete einen substanzbedrohenden Leerstand für den Lehrstollen, der Ende des Jahres geschlossen wird. Wie kam es, pünktlich zur heute anstehenden Podiumsdebatte, zur Zerschlagung des Gordischen Knotens? Wer hat wem welche Zugeständnisse gemacht?

Nicht nur in Velsen, überall im Land, läuft in Sachen Bergbauflächen-Folgenutzung ein zäher Poker. Teilnehmer: Kommunen, die nach Gewerbeflächen lechzen und sich gerne mit dem kulturellen Erbe, zum Beispiel Förderturm-Wahrzeichen, schmücken würden - ohne sie finanzieren zu wollen. Das Land, das segensreiche Fördertöpfe verwaltet, dessen Behörden - Denkmal- und Bergamt sowie Umweltschutz - aber auch unangenehme Auflagen machen können. Und die RAG.

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