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Saar-Kliniken kommen bei Patienten gut weg





Saarbrücken
Saar-Kliniken kommen bei Patienten gut weg
Von  Frauke Scholl, 
20. April 2017, 02:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Bluthochdruck

Ein Medizinstudent den Blutdruck einer Patientin. Foto: dpa
Ein neuer Kassen-Report verzeichnet Bestnoten, aber auch Probleme.
In saarländischen Krankenhäusern fühlen sich Patienten besonders gut aufgehoben. Das zeigt eine bundesweite Studie der Techniker Krankenkasse (TK), die gestern veröffentlicht wurde. Im Saarland gaben gut 1500 Versicherte Bewertungen für 17 der insgesamt 22 Kliniken ab. Ergebnis: ein komfortabler Platz über dem Bundesdurchschnitt.

So verteilten die Patienten bei der allgemeinen Zufriedenheit mit ihrer Saar-Klinik 81,6 von 100 möglichen Punkten. Der Bundesschnitt lag bei 81 Punkten. Das Behandlungsergebnis bedachten die Patienten mit 79,9 und die medizinisch-pflegerische Versorgung mit 79,2 Punkten – beide Werte waren höher als im Bund. Neun von zehn Befragten fühlten sich im Krankenhaus zudem „in sicheren Händen“. Eine Schwachstelle bildet dagegen die Information über eine Anschlussbehandlung: Fast jeder Fünfte (19,4 Prozent) im Saarland bemängelte, er sei von der Klinik nicht gut auf die Weiterversorgung nach der Entlassung vorbereitet worden.

Das insgesamt positive Ergebnis der Studie unterstreiche „die gute medizinische Versorgung im Land“, sagte Jörn Simon, Leiter der TK Saarland. Dennoch bestünden „strukturelle Probleme, die beseitigt werden müssen“. Nötig seien etwa ein Abbau von Überkapazitäten und eine stärkere Spezialisierung von Kliniken. Auch die Landesregierung sieht Reformbedarf in der Klinik-Landschaft. Bereits im Januar hatte das CDU-geführte Gesundheitsministerium angekündigt, im nächsten Krankenhausplan ab 2018 den „Abbau von Doppelstrukturen und den Aufbau von spezialisierten Zentren“ anzugehen.

Aus Sicht der Saarländischen Krankenhausgesellschaft zeigt die Befragung vor allem eine Wertschätzung gegenüber den Klinik-Mitarbeitern. Dennoch gelte es, Probleme wie den heftig diskutierten Personalmangel in der Pflege anzugehen, sagte Vize-Chef Manfred Klein der SZ. „Uns allen ist bewusst, dass wir deutlich mehr Pflegekräfte in den Krankenhäusern brauchen“, sagte Klein.







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