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Ministerium fürchtet negative Folgen für Grenzverkehr – Ausnahme gefordert





Saarbrücken
Saarland sieht Maut als Kunden-Killer
Ministerium fürchtet negative Folgen für Grenzverkehr – Ausnahme gefordert

kes,  02. Dezember 2016, 02:00 Uhr

Änderungen hin oder her – die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bleibt eine Maut-Gegnerin. Die Abgabe wird das Saarland Besucher und Kunden kosten, fürchtet sie. „Wir haben zu Frankreich und Luxemburg mehr als 160 Kilometer Grenze. Wie soll eine Maut da folgenlos bleiben?“, sagte die SPD-Politikerin der SZ. Wenngleich die Kurzzeittarife für ausländische Autofahrer flexibler und billiger werden sollen, ist Rehlinger skeptisch. Wenn sich Kunden von jenseits der Grenze „erst eine Vignette ziehen müssen, dann motiviert das nicht gerade“. Auch für Europa sei die Maut ein Dämpfer: „Wo durch enge Zusammenarbeit Schranken gefallen sind, werden neue aufgebaut.“ Rehlinger sprach sich für eine Maut-Befreiung für Grenzregionen aus, wie sie der Bundesrat fordert.

Vor Einbußen für den Einzelhandel hatte auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) im Saarland zuletzt bereits gewarnt. Die Maut sei eine „Eintrittsbarriere für unsere Nachbarn“, die rund zehn Prozent der Kunden ausmachen. Von einer „Katastrophe“ auch für den Verkehr hatte Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) gesprochen.



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