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Commerçon fordert 56 neue Lehrkräfte für Flüchtlingskinder





Saarbrücken
Saarland will kurzfristig weitere Lehrer einstellen
Commerçon fordert 56 neue Lehrkräfte für Flüchtlingskinder

08. Januar 2016, 02:00 Uhr
Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) braucht weiteren Lehrernachschub. Von Schuljahresbeginn bis Ende Dezember sind schon 3564 Flüchtlinge in Schulen des Landes geströmt. Neue Klassen sind nötig.


 
. Saar-Finanzminister Stephan Toscani (CDU) ist gestern von Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) aufgefordert worden, die Einstellung von weiteren 56 Lehrern im laufenden Schuljahr 2015/16 zu finanzieren. Commerçon brauche die Aufstockung, „um die Klassenneubildungen zu stemmen“, teilte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der SZ mit. Im Saarland werden demnach deutlich mehr neue Klassen erforderlich, als noch vor Monaten geplant.

Bis gestern waren im laufenden Schuljahr 130 neue Lehrer eingestellt worden. Da die Zahl neuer Flüchtlingskinder an Saar-Schulen schon bis Ende 2015 über 3500 gelegen habe, seien an Grundschulen 35, an Gemeinschaftsschulen 28 und an beruflichen Schulen bereits zehn neue Klassen gebildet worden. Dabei sei die Schülerzahl in diesen Willkommensklassen bewusst kleiner als in anderen Ausgangsklassen.

Anfang Februar würden nun an Grundschulen acht, an Gemeinschaftsschulen 27, an Förderschulen zwei und an beruflichen Schulen sechs zusätzliche Klassen erforderlich. Damit sei die Schätzung vom Oktober 2015 um 37 Klassen übertroffen worden, hieß es. Trotz der im Bundesvergleich niedrigeren Besoldung im Saarland gebe es genug Uni-Absolventen, die den Lehrkräfte-Bedarf decken könnten.

Ex-Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) kritisierte gestern, sein Nachfolger Commerçon habe den Bedarf „völlig unterschätzt“. 56 neue Lehrer seien noch unzureichend. „Flüchtlingskinder, die unsere Sprache nicht beherrschen, haben einen besonderen Betreuungsbedarf“, so Kessler.

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