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Eine Renaissance der Industriekultur? Wer was bei der Umwidmung zu entscheiden hat





Eine Renaissance der Industriekultur? Wer was bei der Umwidmung zu entscheiden hat
Von SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus,  04. Juli 2011, 00:17 Uhr
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Was aus alten Bergbau-Flächen - hier das Gelände der Grube Göttelborn - wird, damit befassen sich mehrere Arbeitsgruppen. Foto: Engel

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Saarbrücken. Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes Reinhard Klimmt (SPD) würde sich am liebsten "an jeden Förderturm ketten". So formulierte er es im Dezember vergangenen Jahres, in der bislang einzigen (!) Veranstaltung, die fragte: Was kommt nach der Kohle? Das geschah auf Initiative der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung
Saarbrücken. Der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes Reinhard Klimmt (SPD) würde sich am liebsten "an jeden Förderturm ketten". So formulierte er es im Dezember vergangenen Jahres, in der bislang einzigen (!) Veranstaltung, die fragte: Was kommt nach der Kohle? Das geschah auf Initiative der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Das lokalpatriotische, traditionsträchtige Thema hat SPD-Chef Heiko Maas bislang solitär besetzt, ein einsamer Mahner. Er vermisst bei der Landesregierung Planungen zum Erhalt des industriekulturellen Erbes nach 2012: "Wir brauchen eine dauerhaft erlebbare Erinnerungskultur, von einer Ausstellung bis jin zur Frage, wie wir mit den Zechen und Fördertürmen umgehen."

Alles in der Mache? Seit 2010 existiert im Wirtschaftsministerium ein "Lenkungskreis Bergbauflächen" mit vielfachen Unter-Arbeitsgruppen, darunter auch eine zum "Kulturellen Erbe". Im April 2011 wurde zusätzlich eine Stabsstelle bei Staatssekretär Joachim Kiefaber (FDP, Foto: Rau) eingerichtet, die der Industriekultur-Experte Delf Slotta leitet. Alles läuft in engster Abstimmung mit den Kommunen und der Eigentümerin, der RAG Montan Immobilien (RMI). Es geht um die Umwidmung eines Immobilien-Bestandes von 808 Gebäuden, davon 350 Wohnhäuser und von über 20 denkmalgeschützter Anlagen auf einer Gesamtfläche von 2500 Hektar. Daraus sollen Gewerbe- und Industriegebiete, Wohnflächen, Energie-Standorte, Naherholungsgebiete werden. Eine gigantische Aufgabe, unterfüttert mit heiklen denkmalpflegerischen Fragen.

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