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Kalifornischer Stausee zum Bersten voll - Anwohner in Angst





Sacramento (dpa)
Kalifornischer Stausee zum Bersten voll - Anwohner in Angst
13. Februar 2017, 20:45 Uhr
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Wassermassen strömen den Überlauf des Oroville-Staudamms hinab. Aus Angst vor einem Bruch des höchsten Staudamms der USA wurden rund 200 000 Anwohner aus dem bedrohten Gebiet gebracht. Foto: Rich Pedroncelli
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Wassermassen aus dem Oroville-Stausee fließen über eine beschädigte Straße und einen erodierten Bergrücken. Foto: Kelly M. Grow
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Aus dem Überlauf des Oroville-Stausee drängen riesige Wassermassen zu Tal. Foto: Kelly M. Grow
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Staudamm droht zu brechen

Der beschädigte Überlauf des Staudamms am erodierten Hang im kalifornischen Oroville. Foto: Rich Pedroncelli
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Bereits vor einigen Tagen bildete sich ein Krater im Überlaufbecken des Oroville-Staudamms. Foto: Randy Pench
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Jason Newton, vom Department für Wasser-Reserven, machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß der Schäden. Foto: Rich Pedroncelli
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Staudamm Evakuierung

Die evakuierte Bevölkerung wurde in Notunterkünfte gebracht. Wie hier, in einer Kirche im kaliformnischen Chico, warten sie bis die Gefahr vorüber ist. Foto: Joel Angel Juarez
Jahrelang kämpft Kalifornien mit Dürre. Dann setzt heftiger Regen den US-Bundesstaat teilweise unter Wasser. Nun sind Stauseen bis zum Bersten gefüllt. Können die Dämme den Wassermassen standhalten?

Die kritische Lage am riesigen Staudamm des Oroville-Sees in Nordkalifornien hat sich leicht entspannt. Nach Mitteilung der Behörden konnte der unkontrollierte Abfluss von Wassermassen an einem beschädigten Kanal aufgehalten werden.

Nach wochenlangem Regen sind die Wasserreservoire im Westküstenstaat Kalifornien überall prall gefüllt. Dabei war auch der Oroville-Stausee an seine Belastungsgrenze gestoßen.

Dort war am Sonntagabend in mehreren Bezirken der Notstand ausgerufen worden. Zehntausende Einwohner nahe dem riesigen Stausee waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Für andere galt die Anweisung, im Notfall für eine schnelle Evakuierung bereitzustehen.

Auch Nancy Albrecht, eine Deutschlehrerin in Yuba City, erreichte diese Nachricht. «Mein Mann hat einige Koffer gepackt, aber die Straßen waren alle verstopft, er blieb daher im Haus», sagte Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Sie selbst hielt sich bei Freunden außerhalb der möglichen Gefahrenzone auf.

Die heftigen Regenfälle in diesem Winter hätten «zuviel des Guten» gebracht, sagt Albrecht. Nach einer jahrelangen Dürre, in denen die Menschen Wasser rationieren mussten, kommt es in dem Westküstenstaat nun vielerorts zu Überschwemmungen, Flüsse treten über die Ufer, Straßen und Dämme werden beschädigt. 

Der Oroville-Staudamm dient der Stromgewinnung. Die 235 Meter hohe und rund 2300 Meter lange Anlage liegt etwa 125 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento. Der hohe Damm selbst war nicht gefährdet, doch ein durch Erosion beschädigter Abflusskanal, der nur im Notfall genutzt wird, war vom Kollaps bedroht. Beim Einbruch des Seitenkanals könnte eine Flutwelle weite Teile der Region rund um den See treffen.

Teile des sonst dürregeplagte Kaliforniens wurden in den zurückliegenden Tagen von heftigem Regen überrascht. Bewohner mussten aus ihren Häusern gerettet werden, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. In dem Bundesstaat war fünf Jahre lang zu wenig Regen gefallen. 2014 wurde sogar ein Dürre-Notstand ausgerufen.





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