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Warteschleifen kosteten Bürger im vergangenen Jahr 150 Millionen Euro
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28. Januar 2012, 05:02 Uhr
Aus einer Berechnung der Grünen-Bundestagsfraktion geht hervor, dass die Abzocke mit Telefon-Warteschleifen die Bürger im vergangenen Jahr knapp 150 Millionen Euro gekostet hat.


 
Saarbrücken. Die Abzocke mit Telefon-Warteschleifen hat die Bürger im vergangenen Jahr knapp 150 Millionen Euro gekostet. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag) berichtet, geht dies aus einer Berechnung der Grünen-Bundestagfraktion hervor.

Demnach hingen die Deutschen 2011 bei den 0900-Nummern rund 48 Millionen Minuten in der Warteschleife. Bei durchschnittlichen Kosten von 1,20 Euro pro Minute belaufe sich die Gesamtsumme auf 58 Millionen Euro, so die Grünen. Bei den 0180-Nummern waren es 616 Millionen Minuten, die die Bürger geduldig am Telefon ausharrten. Bei durchschnittlichen Minutenkosten von 14 Cent seien somit 86 Millionen Euro in die Kassen von Unternehmen ohne Gegenleistung geflossen. Laut den Grünen fußt die Berechnung auf Branchenzahlen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn sagte der Zeitung, die Abzocke gehe unvermindert weiter. Die Bundesregierung tue zu wenig, „um konsequent dagegen vorzugehen“. Hintergrund ist, dass Bundestag und Bundesrat noch keine Einigung über die Reform des Telekommunikationsgesetzes erzielt haben. Sie ist notwendig, damit Wartschleifen ab 2013 generell kostenfrei sind, wie der Bundestag beschlossen hat. Am 8. Februar tagt erneut der Vermittlungsausschuss. Höhn kritisierte, dass es bei der geplanten Neuregelung „ein riesiges Schlupfloch gibt, weil Bandansagen und Menüauswahl nicht unter die Kostenfreiheit fallen“.


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