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In der Modewelt sollen 2017 biedere Schnitte und intensive Muster vorherrschen





Köln
Hochgeschlossen ist das neue Sexy
In der Modewelt sollen 2017 biedere Schnitte und intensive Muster vorherrschen

dpa-Mitarbeiterin Simone Andrea Mayer,  23. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Verspieltes Muster, hoher Kragen: Die Mode 2017 ist ein Stilmix der vergangenen vier Jahrzehnte. Foto: Rich&Royal

Foto: Rich&Royal
Wenn es nach deutschen Experten geht, wird die Frauen-Mode für das Jahr 2017 wieder züchtiger: keine Dekolletés, dafür halsnahe Ausschnitte. Zugleich wollen Designer den wilden Farb- und Mustermix der 70er Jahre zurückholen. Ein Ausblick auf die großen Trends.

Mode wird von der Jugend bestimmt. Sie greift die oft abstrakten Trends in den Metropolen, von den Laufstegen, aus den Lifestyle-Zeitschriften und Blogs auf und macht etwas Tragbares daraus. Für 2017 heißt das: Die Biederkeit kehrt zurück. Für die Experten des Deutschen Mode-Instituts sind hochgeschlossene Blusen, Perlenketten und unförmige Hosen der lange erwartete modische Generationswechsel.

Alte, elegante Schnitte: Kinder finden oft die Mode ihrer Eltern peinlich. Ab den 80er und 90er Jahren war die Mode in Teilen geprägt von Freizügigkeit und Experimenten inklusive dem freiliegenden Bauchnabel und Tattoos über dem Steißbein. Darin steckte auch die Sehnsucht nach Alterslosigkeit. Doch so ein Trend kann sich nicht ewig halten. „Die ganze falsche Jugendlichkeit der Mode der letzten Jahre fliegt uns gerade um die Ohren“, so die Analyse von Designer Carl Tillessen. Viele Jüngere finden: Oma wirkte auch in viel Stoff attraktiv, ihre Kleidung hatte Klasse und Eleganz. Und so greift ein Teil der jungen Modehungrigen genau dazu.

Hochgeschlossen ist sexy: Dieser Trend geht einher mit der Ausrichtung auf züchtigere Kleidung. Sittsam bekleidete Dekolletés finden sich in beinahe jeder Kollektion, Blusen und Kleider haben halsnahe U-Boot- oder Sabrina-Schnitte statt tiefer Einblicke. Und über den Winter hat sogar der Rollkragen ein Modecomeback gefeiert.

Mehr Volumen: „Es wird eine große Bandbreite an Silhouetten geben, vor allem im Bereich Übergröße“, erklärt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts. Teils bringen Gürtel, Kordeln und Wicklungen diese weiten Kleidungsstücke in Form. Zu den eher neuen Schnitten, die Verbraucher 2017 sehen werden, gehören Hochwasserhosen, noch dazu mit einem leicht ausgestellten Bein.

Aber wenn etwas neu hinzukommt, heißt das aktuell nicht, dass etwas verloren geht: Die Palette der gerade als hip erachteten Kleidungsstücke wächst. Müller-Thomkins nennt ein Beispiel: Die eng anliegende Leggings bleibt erhalten, während grundsätzlich der Trend bei Hosen zu mehr Weite und höheren Taillen geht, etwa Marlenehosen und Culottes.

Mehr Mustermix: Von einem „Paradigmenwechsel von Minimalismus zu Maximalismus“ schrieb die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ in ihrer Analyse der Modeschauen zum Frühjahr 2017. Es wird geklotzt mit farbigen Mustern und einem wilden Mix. Vor allem Blumenmuster haben es den Designern angetan, und Streifen fehlen eigentlich in keiner Kollektion. Was ist daran neu? Die Frage ist berechtigt: Muster in allen nur erdenklichen Stilen sind seit einigen Saisons schon weit verbreitet. Sie werden nun aber wild miteinander kombiniert, vor allem Blumen und Streifen, so das Mode-Institut.

Mehr Fantasie: Die vielen Blumenmuster in den Kollektionen versprechen eine „neue moderne Romantik“, sagt Müller-Thomkins. Er spricht auch von der „floralen Fantasie“. Nach vielen Jahren des durchkalkulierten Mode-Marketings wollten die Verbraucher mehr Gefühl. Das finde Ausdruck über fließende Stoffe, zarte Spitze und eben Blumendrucke. Dazu gehört für den Modeexperten auch, dass sich ab und an Fabelwesen auf den Stoffen tummeln.


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