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Deutsche sind mit ihren Lebensumständen insgesamt zufriedener – Ost-West-Schere bleibt





Das Glück wohnt immer noch im Norden
Deutsche sind mit ihren Lebensumständen insgesamt zufriedener – Ost-West-Schere bleibt

Von  Stefan Vetter, 
19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Die Deutschen sind glücklicher geworden, und am glücklichsten sind sie nach wie vor im Norden. Das geht aus dem gestern vorgestellten „Glücksatlas“ der Deutschen Post hervor. Hier die wichtigsten Studien-Ergebnisse.

Wo wohnt das meiste Glück?

Nach wie vor im Norden Deutschlands. Allerdings hat der Süden aufgeholt. Das gilt laut Glücksatlas insbesondere für Franken, Baden und Hessen. Auf einer Skala von Null bis Zehn ist die Lebenszufriedenheit bundesweit um rund 0,1 Punkte auf 7,11 Prozent gestiegen. Schon 2015 hatte sie mit 7,02 Punkten einen neuen Höchstwert erreicht.

Was macht die Deutschen eigentlich glücklich?

„Die objektiven Lebensumstände haben sich deutlich verbessert“, meinte Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler an der Uni Freiburg und Mitautor der Studie. Als Stichworte nannte der Experte das Beschäftigungswunder der letzten Jahre, hohe Reallohnzuwächse sowie eine spürbar gestiegene Kaufkraft. Einen vergleichbaren Boom habe es zuletzt in den 1960er Jahren gegeben.

Wie steht es um regionale Unterschiede?

Der Glücksatlas listet 19 Regionen in Deutschland – am zufriedensten sind die Menschen nach wie vor in Schleswig-Holstein. Auf Platz 13 folgt die Region Rheinland-Pfalz/Saarland. Dann folgen die sechs Ost-Regionen; Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

Warum ist man im Osten seltener glücklich?

Die Experten sehen die Ursachen vor allem in den immer noch vergleichsweise niedrigeren Einkommen und den vielerorts höheren Arbeitslosenzahlen. So liegen die Zufriedensheitsgrade im Osten durchweg unter der Sieben-Punkte-Marke der West-Regionen, wobei allerdings Thüringen im Vorjahresvergleich den größten Sprung nach vorn gemacht hat.

Wie halten es die Deutschen mit der Zuwanderung?

Die deutlichen Zufriedenheitsunterschiede haben auch mit der Flüchtlingssituation zu tun. Während 70 Prozent der Westdeutschen die Aussage begrüßen, dass Deutschland durch die Einwanderung vielfältiger wird, sind es im Osten nur 56 Prozent. Je mehr Kontakte zu gebürtigen Ausländern bestehen, desto toleranter ist das Verhältnis zur Zuwanderung.

Wo lebt man im Europa am glücklichsten?

Auch da hat der Norden die Nase vorn. An der Spitze liegt Dänemark, gefolgt von den Niederlanden, Schweden und Großbritannien. Von den 33 untersuchten Staaten rangiert Deutschland auf Platz neun. Wie wird das Glück vermessen?

Als Grundlage dienen das Sozio-ökonomische Panel, eine repräsentative, kontinuierliche Befragung zur Lebenssituation in mehr als 12 000 deutschen Privathaushalten, und weitere Umfragen. Die Schlüsselfrage lautete: „Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie zurzeit mit ihrem Leben?“



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