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Hochbegabtes Kind? - Wann Eltern aufmerksam werden sollten





Berlin (dpa/tmn)
Hochbegabtes Kind? - Wann Eltern aufmerksam werden sollten
28. November 2016, 12:35 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Kind im Unterricht

Ob ein Kind überdurchschnittlich begabt ist, zeigt sich etwa an seinem Interesse für nicht altersgemäße Themen. Foto: Inga Kjer
Eine Hochbegabung klingt erstmal toll - kann allerdings im Alltag auch zu Probleme führen. Wichtig ist, dass Eltern die besondere Begabung des Kindes erkennen und schätzen.

Ob das eigene Kind möglicherweise hochbegabt ist, können Eltern am Verhalten des Kindes erkennen. Wenn ein Kind sich etwa ungewöhnlich früh für Themen interessiert, die nicht altersgemäß sind, erklärt Martina Rosenboom von der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK).

«Viele Kinder fallen dadurch auf, dass sie bereits vor Schuleintritt lesen und rechnen können.» Sie interessieren sich sehr für Buchstaben und Zahlen. Oftmals spielen die Kinder auch vermehrt mit älteren Kindern, da das besser zur eigenen Sprachentwicklung passt. Sie erforschen Themen in einer Breite und Tiefe, die ungewöhnlich für ihr Alter ist.

Die DGhK listet noch weitere Hinweise auf: So fühlen sich Kinder mitunter auch von ihrer Umwelt isoliert oder gelten in der Schule als Besserwisser oder Streber. Hochbegabte Kinder können auch perfektionistisch und anderen gegenüber sehr kritisch sein.

«Eltern passen sich am besten den Bedürfnissen der Kinder an», rät Rosenboom. Ein Kind, das früh lesen will, dürfe früh lesen. Eltern könnten oft nicht einschätzen, wie weit das eigene Kind dem Alter voraus ist. Daher helfe es, sich mit andere Eltern auszutauschen.

Häufig lassen Eltern ihre Kinder bei einem Psychologen testen. «Die wenigsten tun das, weil sie nach einer Hochbegabung suchen», sagt Rosenboom. Vielmehr ist das Kind vorher in irgendeiner Form auffällig geworden - es gab ein Problem. Hochbegabung könne dann eine Antwort darauf sein.

Sollte das eigene Kind hochbegabt sein, rät Rosenboom nicht zwangsläufig zu einer für Hochbegabte ausgerichteten Schule. «Wichtig ist der Kontakt und Austausch mit Kindergarten oder Schule», sagt sie. Der Blick solle sich dort und im Elternhaus auf die Stärken des Kindes richten. Das Kind müsse sich in seiner Begabung akzeptiert fühlen.



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