Endlich richtig durchatmen im Allergikerhaus
21. November 2016, 09:32 Uhr
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Foto: violetkaipa iStock
Moderne Haustechnik und schadstofffreie Baumaterialien machen Fertighäuser zum Paradies für Allergiker

Sie gelten als die Geißeln des modernen Menschen: Allergien führen immer öfter dazu, dass Menschen überempfindlich auf eigentlich völlig harmlose Stoffe reagieren und mit teilweise heftigen Symptomen in ihrem Alltag und ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werden. Zwar gibt es nur sehr wenige Extremfälle, die zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen, aber unbestritten sind die Allergien auf dem Vormarsch und vermiesen den Betroffenen das Leben in der modernen Welt.

 

Zwei der am meisten verbreiteten Allergien sind klassische Hausstauballergie und die Allergie gegen alle möglichen Pollen und Gräser. Bei der Pollenalergie gehen Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass die erhöhte Luftverschmutzung in der industrialisierten Welt dazu führt, dass der Organismus auf eigentlich harmlose und überall vorhandene Pollen und Kleinstteile in der Luft allergisch reagiert. Das heißt, dass das Immunsystem des Körpers diese Eindringlinge wie eine Krankheit bekämpft. Schniefende Nase, gerötete Augen, Asthma-Anfälle und Heuschnupfen sind die Folgen. Im Verdacht stehen Ozon und Stickoxide, also typische Abgase. Sie sollen die chemisch-biologischen Eigenschaften von Pollen und Feinstäuben so manipulieren, dass sie vom Immunsystem als Gefahr erkannt werden.

 

Bei der Hausstauballergie reagiert das Immunsystem auf den Kot der Hausstaubmilbe, einem winzigen Organismus, der es sich mit Vorliebe in Betten und Teppichen gemütlich macht. Besonders in der nasskalten Saison nisten sich die Milben in der menschlichen Behausung ein. Das ist an sich völlig normal, jeder Quadratmeter Wohnfläche ist von Abertausenden bis Millionen der Winztiere bevölkert. Aber das bedeutet für Allergiker die reinste Qual.

 

Während in wissenschaftlichen Kreisen viel diskutiert und gestritten wird über die Vermeidung von Allergien, so steht für Betroffene zweifelsfrei fest: wer die Allergie einmal hat, kann nur versuchen, die Symptome weitestgehend zu bekämpfen und vor allem den Kontakt zu den Allergenen so weit wie möglich zu reduzieren.

Dabei helfen kann das so genannte Allergikerhaus. In diesen Häusern werden vorab alle verwendeten Baustoffe auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. Außerdem gibt es ein genaues Verzeichnis, was alles verwendet wurde und was in Beton, Putz, Holzverkleidungen und allen anderen Gewerken eigentlich steckt. Das kann die Ursachensuche bei einer Allergie wesentlich vereinfachen.

 

Außerdem sorgt die moderne Haustechnik im Allergikerhaus für eine Reduzierung der Allergene.

So filtert die Lüftungsanlage in einem energieeffizient geplanten Haus einen Großteil der schädlichen Feinstäube und Pollen aus der Raumluft. Diese wird außerdem noch so überwacht, dass sie stets den richtigen Gehalt an Raumfeuchte aufweist. Außerdem verhindert die konstante Belüftung Schimmelbildung, gerade im Neubau, und trägt damit wesentlich zur Verringerung der Raumluftbelastung bei.

 

Ein weiterer unerlässlicher Bestandteil eines Allergikerhauses ist der Zentralstaubsauger. Während ein konventioneller Staubsauger - egal ob mit oder ohne Beutel - die Luft vorne effektiv reinsaugt, pustet er aber gleichzeitig diese Luft hinten wieder raus. Rein technisch gesehen, also nur eine Luftverwirbelung statt einer echten Reinigung. Die feinen Allergene in der Raumluft können so nicht rausgefiltert werden und werden stattdessen nur noch mehr in der Wohnung verteilt. Der Zentralstaubsauger dagegen läuft über einen zentralen Saugmotor (meist im Keller des Hauses) und kann über einen langen Schlauch und entsprechenden Anschlüssen in jedem Zimmer angesteuert werden. Der Zentralstaubsauger saugt die Luft an und pustet sie komplett aus dem Haus hinaus, inklusiver aller Schad- und Allergiestoffe. Die sind damit weit ab von der wohnlichen Behaglichkeit und vermiesen den Allergikern nicht den Genuss am trauten Heim.



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