Gesund heizen im Winter
10. November 2016, 09:21 Uhr
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Richtiges Heizen im Winter kann auch das Immunsystem unterstützen. Foto: fotolia.com © underdogstudios
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Die richtige Temperatur sollte in jedem Raum einzeln angepasst werden. Foto: fotolia.com © Andrey Popov
Die richtige Kombination aus Gemütlichkeit und gesundem Raumklima unterstützt das Immunsystem in der kalten Jahreszeit.

Wenn sich die Temperaturen draußen langsam dem Nullpunkt nähern, drehen die Menschen in Innenräumen am Thermostat. Wintersaison ist Heizsaison. Welche Temperatur das persönliche Wohlbefinden unterstützt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt allerdings auch gesundheitliche Aspekte, die beim Heizen im Winter Berücksichtigung finden sollten.

 

Wer im Sommer unter den oft extremen Temperaturen leidet, sollte sich bewusst machen, dass der menschliche Körper in der kalten Jahreszeit einer ungleich höheren Belastung ausgesetzt ist. Während im Sommer eine annähernd gleichbleibende Wärme auf den Organismus einwirkt, sind es die teilweise extremen Temperaturunterschiede, die dem Herz-Kreislauf-System im Winter enorm zusetzen. Außentemperaturen um den Gefrierpunkt oder zeitweise sogar deutlich darunter wechseln sich mit stickiger Wärme in Innenräumen ab. Besonders deutlich werden diese gravierenden Temperaturunterschiede zum Beispiel, wenn wir nach einem Spaziergang in der klirrenden Winterkälte in ein Kaufhaus, eine U-Bahn oder auch ins heimische Wohnzimmer eintreten. Dort schlägt dem Organismus eine um mindestens 20 Grad höhere Temperatur entgegen, der Körper läuft förmlich gegen eine Wand aus drückender Hitze und es dauert eine Weile, bis sich das Herz-Kreislauf-System auf die neue Temperatur eingestellt hat.

Die Adaption an die großen Temperaturschwankungen im Winter zwingt den Organismus dazu, wahre Höchstleistungen zu vollbringen. Für das Immunsystem kann dies eine große Herausforderung sein, manchmal sogar eine zu große. Da ist es kaum verwunderlich, dass im Winter eine Erkältungswelle auf die nächste folgt. Gesundes Heizen kann den Körper in der kalten Jahreszeit unterstützen und für mehr Wohlbefinden sorgen.

 

Gemütlich warm oder gnadenlos überhitzt? Welches Raumklima ist gesund?

 

Wärme- und Kälteempfinden sind subjektiv. Während die einen sich erst richtig wohl fühlen, wenn die Heizung bollert und es im ganzen Haus so richtig warm ist, ziehen die anderen ein etwas kühleres Raumklima vor und legen lieber eine zusätzliche Schicht warmer Kleidung an. Was gemütlich ist und wann die Hitze eher unangenehm wird, lässt sich nicht für jeden Menschen pauschal beantworten. Es gibt allerdings einige Parameter, die für ein gesundes Raumklima entscheidend sind.

 

Das Zentrum für Gesundheit empfiehlt die folgenden Voraussetzungen für gesundes Heizen im Winter:

 

  • 50 bis 60 Prozent Luftfeuchte
  • Raumtemperatur im Mittel 21 Grad
  • 1-2 Mal (Stoß-)lüften, Heizung für diesen Zeitraum abdrehen
  • Allergiker sollten Räume, die gerade aufgeheizt werden, aufgrund der Luftumwälzung meiden
  • Die Heizung sollte überdies bei Abwesenheit nie komplett abgestellt werden, da ein Auskühlen der Wände höhere Heizkosten mit sich bringt und den Schimmelbefall durch ständig wechselnde Raumtemperaturen begünstigt.
  • Bei der Erstbenutzung der Heizung nach dem Sommer sollten der komplette Heizkörper von angesammeltem Staub befreit werden.

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Auch wenn diese Grundregeln für den Hausgebrauch einen guten Richtwert bieten, sollte beachtet werden, dass sich das optimale Raumklima auch nach dem jeweiligen Zweck von Innenräumen richtet. So kann zum Beispiel im heimischen Wohnzimmer ein deutlich anderes Raumklima herrschen als im Schlafzimmer. In Arbeitsräumen, Kaufhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln gelten wieder andere Voraussetzungen.

 

Gesundes Raumklima dank Luftreiniger

Nicht nur die richtige Temperatur ist entscheidend, wenn es um gesundes Heizen im Winter geht. Auch ein sauberes Raumklima kann einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden leisten und das Immunsystem in der kalten Jahreszeit unterstützen. Luftreiniger sind auch in den kalten Monaten des Jahres eine sinnvolle Investition. Während Allergiker die praktischen Helfer vor allem im Frühjahr und Sommer für sich entdeckt haben, können Luftreiniger auch im Winter nützlich sein. Sie reinigen die oft stickige und abgestandene Heizungsluft in Innenräumen zuverlässig von Schadstoffen und Schmutzpartikeln und schonen so die Schleimhäute.

 

Wie arbeiten Luftreiniger und warum sind sie für ein gesundes Raumklima so nützlich?

  • Ansaugen der Raumluft mit Hilfe eines Ventilators
  • Grobe Filterung unter Verwendung eines vorgeschalteten Filters (Vorfilter)
  • Fein-Filterung durch einen hochwirksamen HEPA-Filter
  • Geruchsbeseitigung durch Aktiv-Kohlefilter
  • Beseitigung von Bakterien mittels UV-Bestrahlung der Luft und Einsatz eines photokatalytischen Filters
  • Abgabe der gründlich gereinigten Luft

(Quelle: http://raumklimatest.de/luftreiniger/test-vergleich.html)

 

Wer in allen Wohn- und Schlafräumen einen Luftreiniger einsetzt und darauf achtet, dass die Filter regelmäßig gewechselt werden, kann sich lange über ein gesundes Raumklima freuen.

Vor allem in öffentlichen Räumen wie Arztpraxen kommen Luftreiniger bereits verstärkt zum Einsatz. Aber auch für private Wohnräume haben sie viele Vorteile. Nicht nur Allergiker und Asthmatiker profitieren von einer professionell gereinigten Raumluft. In Wohn- und Schlafräumen kann ein Luftreiniger die Qualität der Atemluft merklich steigern und damit die Menge der Krankheitserreger reduzieren, mit denen sich das Immunsystem in der kalten Jahreszeit verstärkt auseinandersetzen muss. In Kinderzimmern ist gesunde Atemluft von besonderer Bedeutung, da das Immunsystem von Kindern vor allem in jungen Jahren noch nicht so gut trainiert ist wie das erwachsener Menschen.

Auch das gesundheitliche Risiko, das von Pilzsporen, Milbenkot oder verschiedenen Allergenen ausgehen kann, lässt sich durch den Einsatz eines Luftreinigers deutlich verringern. Wurde zum Beispiel bereits ein Schimmelbefall durch Feuchtigkeit in Wohnräumen entdeckt, ist ein Luftreiniger eine wertvolle Unterstützung zum Schutz der Gesundheit. In öffentlichen Räumlichkeiten wie zum Beispiel in Großraumbüros kann ein Luftreiniger die Verbreitung von Krankheitskeimen in der Erkältungszeit hemmen.

 

Welche Temperatur in welchem Raum?

In Wohnräumen gilt die grundsätzliche Unterteilung in Räumlichkeiten, in denen sich Menschen zum Leben, Wohnen und Arbeiten aufhalten und Räumlichkeiten, in denen sie lediglich schlafen oder die als Abstellräume oder ähnliches verwendet werden.

In Schlafräumen gilt in jede Fall: Weniger ist mehr. Zum Schlafen sind die durchschnittlichen 21 Grad Celsius Raumtemperatur des Wohnzimmers deutlich zu viel. Hier reicht eine Temperatur von 16 bis 18 Grad Celsius vollkommen. Auch in der Küche darf der Thermostat ruhig etwas niedriger eingestellt bleiben. Da in diesem Raum meist aktiv gearbeitet wird, muss es nicht so mollig warm sein. Außerdem steuern auch Herd und Backofen noch ein wenig Wärme bei.

Im Wohn- und Kinderzimmer mögen es die meisten lieber etwas gemütlicher. Wird regelmäßig gelüftet, sind Temperaturen von 21 bis 23 Grad Celsius hier durchaus erlaubt. Auch im Badezimmer ist wohlige Wärme angesagt. Wer trocknet sich nach einer heißen Dusche schon gerne in unterkühltem Klima ab? Die hohe Luftfeuchtigkeit nach dem Baden oder Duschen sollte allerdings direkt nach dem Anziehen durch gründliches Lüften abgeleitet werden.

Öffentliche Räume wie Kaufhäuser und öffentliche Verkehrsmittel sind in der Winterzeit leider meist gnadenlos überheizt. Dort kommt erschwerend hinzu, dass die Innenräume häufig in voller Wintermontur betreten werden. Wer schnell ein paar Besorgungen macht oder ein paar Stationen mit dem Zug oder der U-Bahn fährt, legt meist nicht ab - der Hitzestau ist vorprogrammiert. Um eine zu große Belastung für das Herz-Kreislauf-System zu vermeiden, sollten zumindest Handschuhe, Schal und Mütze abgelegt werden, damit die durch die Außentemperatur steigende Körperwärme gut abfließen kann.

 

Nützliche Tipps zur optimalen Raumtemperatur in verschiedenen Wohnräumen und wie sie durch eine gezielte Bedienung der Heizung erreicht werden können, gibt der Internetratgeber "Optimale Raumtemperatur in der Wohnung" unter www.raumtemperatur-info.de. Ein kontrolliertes Heizverhalten in der gesamten Wohnung kann das Wohlbefinden steigern und gleichzeitig dazu beitragen, dass die Heizkosten während der kalten Wintermonate nicht durch die Decke gehen.



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